Grundfreibetrag

Steuerfreibetrag in der Einkommensteuer

Der Grundfreibetrag ist eine Steuerfreigrenze, bis zu der keine Einkommensteuern gezahlt werden müssen (die Begriffe Grundfreibetrag, Steuerfreibetrag und Steuerfreigrenze werden synonym verwendet). So werden niedrige Einkommen von der Einkommensteuer befreit. Hier finden Sie Wissenswertes zur Höhe, Festlegung und Entwicklung des Grundfreibetrages in Deutschland.

Grundfreibetrag: Die Fakten

Der Grundfreibetrag ist ein Begriff aus der Einkommensteuer. Das Einkommen wird bis zum Grundfreibetrag nicht in die Berechnung der Einkommensteuer mit einbezogen. Der Grundfreibetrag gilt für alle steuerpflichtigen Paare und Singles in Deutschland.

Die Steuerfreigrenze in der Einkommensteuer dient der Sicherung des Existenzminimums. Niedrige Einkommen werden somit nicht zusätzlich von der Einkommensteuer belastet. Im Jahr 2015 wird der Freibetrag bei 8.472,- Euro ( 2014: 8.354,- Euro) liegen. Da der Freibetrag laufend an die Lebenshaltungskosten angepasst wird, steigt der Betrag tendenziell immer weiter an. Auch für 2016 ist eine weitere Anhebung auf 8.652,- Euro vorgesehen.

Die Beträge der Steuerfreigrenze sind als Jahresbetrag zu sehen. Das heißt, jährlich steht ein Freibetrag zur Verfügung, der allerdings monatlich veranschlagt wird. 

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Steuerfreigrenze für Paare und Kinder

Der Grundfreibetrag in Höhe von 8.472,- Euro (Stand: 2015) gilt für alle Geringverdiener, die steuerlich allein veranlagt werden. Dies betrifft etwa die Steuerklasse I. Bei Paaren, die verheiratet sind und gemeinsam veranlagt werden, gilt der doppelte Grundfreibetrag. Ein Ehepaar wird damit 2015 mit dem Steuerfreibetrag von 16.944,- Euro veranlagt.

Auch Kinder werden bei der Veranlagung der Einkommensteuer berücksichtigt. Für Kinder gilt der Kinderfreibetrag, der über das Kindergeld gewährt wird. Das Kindergeld wird monatlich an die Eltern minderjähriger oder in Ausbildung befindlicher Kinder ausbezahlt. Über die Einkommensteuer erfolgt wiederum eine steuerliche Freistellung des Existenzminiums: Haushalte mit niedrigem Einkommen erhalten mit dem Kindergeld eine echte Förderung während das Kindergeld bei höheren Einkommen vollständig in der Einkommensteuer aufgeht. Unterm Strich erhalten Eltern mit einem Kind, die mehr als 63.500,- Euro verdienen, damit kein Kindergeld in Form einer echten Förderung mehr.

Wer dagegen kein Kindergeld in Anspruch nimmt, erhält 2015 einen Kinderfreibetrag von 2.184,- Euro pro Elternteil. Alleinerziehende erhalten zusätzlich noch einen Freibetrag von 1.308,- Euro jährlich.

Grundfreibetrag und Einkommensteuer

Die Einkommensteuer wird in Deutschland auf alle Einkommen erhoben, die über dem Steuerfreibetrag liegen. Da die Steuern automatisch mit dem Lohn durch den Arbeitgeber abgeführt werden, sind nicht alle Arbeitnehmer zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. 

Einkommensteuerpflichtige, deren jährliche Einnahmen unter dem Grundfreibetrag liegen, zahlen keine Einkommensteuer und können damit eine Nichtveranlagungsbescheinigung bei ihrem Finanzamt beantragen. Damit muss für den Zeitraum von drei Jahren nach Erteilung der Nichtveranlagungsbescheinigung keine Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben werden. 

Berechnung des Steuerfreibetrages

Die Berechnung des Steuerfreibetrages erfolgt auf Basis des gültigen Sozialhilferechts, das auch unter dem Begriff Hartz IV bekannt ist. Der Grundfreibetrag ergibt sich aus den Hartz-Vier-Leistungen wie dem Regelsatz, den Kosten für die Unterkunft und den Heizkosten. Der Steuerfreibetrag entspricht damit den ALG II-Leistungen eines Jahres. Nur Steuerpflichtige, die ein höheres Einkommen als ein Empfänger von ALG II-Leistungen haben, zahlen Einkommensteuer.

Die Steuerfreigrenze verändert sich mit der Zeit und wird meist jährlich angepasst. Diese Anpassung ist aufgrund der Inflation erforderlich. Welches Einkommen steuerfrei ist, hängt von mehreren Faktoren ab. So kommt es darauf an, ob es sich um allein lebende Personen oder um Eheleute handelt. 

Ob man den Steuerfreibetrag bekommt, hängt nicht nur vom Einkommen ab, sondern auch von den Werbungskosten

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