Grundbucheintrag

Immobilienkauf und Grundbucheintrag

Mit dem Grundbucheintrag wird der Kauf einer Immobilie dokumentiert. Im Grundbuch werden allerdings auch Beschränkungen und Hypotheken eingetragen.

Grundbucheintrag: Fakten zum Grundbuch

Das Grundbuch ist ein öffentliches Verzeichnis und erfasst alle Eigentumsverhältnisse von Grundstücken. In Deutschland wird jedes Grundstück im Grundbuch eingetragen. Derzeit sind in allen Bundesländern die Amtsgerichte als Grundbuchämter für die jeweiligen Grundstücke in ihrem Geltungsbereich zuständig. Das Grundbuch kann von jedermann beim zuständigen Grundbuchamt eingesehen werden – auch im Internet. Eine Einsichtnahme ist jedoch nur Personen gestattet, die ein berichtigtes Interesse an diesen Informationen nachweisen können.

Der Grundbucheintrag erfolgt, um verbindlich zu dokumentieren, wem ein Grundstück gehört. Dafür wird jedes Grundstück mit einem separaten Blatt im Grundbuch erfasst. Die Grundbuchämter sortieren alle eingetragenen Grundstücke mithilfe eines Nummernsystems. Die Seite mit dem Grundbucheintrag wird auch als Grundbuchblatt bezeichnet und enthält neben einer Beschreibung des Grundstücks weitere Angaben wie mit Abteilung I den Eigentümer. In Abteilung II sind Erbbaurechte, Vorkaufsrechte sowie Zwangsversteigerungen vermerkt. In Abteilung III des Blattes stehen Grundpfandrechte wie Grundschulden und Hypotheken.

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Kaufabwicklung mit Grundbucheintrag

Immobilien zählen zu den meistgewählten Investitionsobjekten und stellen besonders in der heutigen Zeit eine sichere Geldanlage dar. Wer sein Geld zu Stein macht, investiert in gefragten Lagen relativ sicher und profitiert von attraktiven Renditen durch Vermietung. Wer eine geeignete Immobilie wie eine Eigentumswohnung, ein Grundstück oder ein Mehrfamilienhaus gefunden hat, benötigt für den Immobilienkauf die Unterstützung eines Notars. Jeder Immobilienkauf muss zwingend notariell beurkundet werden. Dies gilt auch für Finanzierungen, da hier das Grundpfandrecht der Bank durch den Notar einen Grundbucheintrag erhält.

Beim Immobilienerwerb zählen grundsätzlich keine mündlichen Absprachen. Jeder Erwerb wird erst vom Notar beurkundet und dann ins Grundbuch eingetragen. Mit dem Grundbucheintrag wechselt die Immobilie offiziell ihren Besitzer. Der Notar übernimmt in der Regel auch die finanzielle Abwicklung und leitet den Kaufbetrag an den Verkäufer weiter. Die Kaufabwicklung für eine Eigentumswohnung oder ein Grundstück kann daher einige Wochen in Anspruch nehmen.

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Fallstricke beim Grundbucheintrag

Beim Erwerb von Immobilien ist insbesondere die Auflassungsvormerkung von Bedeutung: Mit der Auflassung sichert sich der Käufer die Immobilie. Bei dieser Auflassung handelt es sich um eine notarielle Erklärung, dass sich Käufer und Verkäufer auf den Eigentumsübertrag geeinigt haben. Die Auflassungsvormerkung gibt dem Käufer die Sicherheit, dass der Verkäufer die Immobilie im Zeitraum zwischen der Aufsetzung des Kaufvertrags und dem Grundbucheintrag nicht wiederholt veräußern kann. Wenn die Auflassungsvormerkung im Grundbuch erfolgt ist, kann der Verkäufer nicht mehr über das Objekt verfügen.

Der Grundbucheintrag und die notarielle Beurkundung kosten den Käufer Geld: Etwa 1,5 Prozent des Kaufpreises sollten für diese Aufwendungen einkalkuliert werden. Den Kaufpreis für die Immobilie müssen Verkäufer erst zahlen, wenn die Auflassungsvormerkung erfolgt ist. Wichtig ist es, sich vom Verkäufer schriftlich versichern zu lassen, dass das Grundstück nicht mit Altlasten belastet ist und dass alle Erschließungskosten bereits beglichen sind.