Greenpeace Energy
Ökostrom-Anbieter
„Wenn Sie zu Greenpeace Energy wechseln, bleibt der Strom aus Ihrer Steckdose zwar physikalisch gleich“, stellt der Ökostrom-Anbieter fest. Aber: Durch Ökostrom wird die gesamte Energieproduktion umweltfreundlicher, der „Stromsee“ gewinnt an Qualität – „So wie ein schmutziger See allmählich sauberer wird, je mehr klares Wasser hineinfließt.“
Kein Atomstrom bei Greenpeace Energy
Für seinen Ökostrom hat Greenpeace Energy strenge Kriterien entwickelt: Natürlich kommt kein Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken. Der Anteil der Erneuerbaren Energie muss mindestens 50 Prozent betragen, höchstens 50 Prozent dürfen aus erdgasbetriebenen Kraft-Wärme-Koppelungs-Anlagen (KWK) stammen.
Greenpeace Energy geht davon aus: Der Verzicht auf Kohle und Atom ist nur möglich, wenn KWK-Anlagen die Lücke schließen. Zwar stoßen diese Anlagen CO2 aus, aber Erdgas ist der sauberste fossile Energieträger. Hinzu kommt: Wie der Name schon sagt, erzeugen KWK-Anlagen Strom und Wärme – „diese doppelte Nutzung führt dazu, dass unter dem Strich weniger CO2 entsteht“, so Greenpeace Energy. Außerdem fordern die Umweltschützer: Für ihren Ökostrom müssen KWK-Anlagen einen besonders hohen Wirkungsgrad haben, und zwar mehr als 80 Prozent.
Förderung erneuerbarer Energien
Ein weiteres Kriterium von Greenpeace Energy lautet: „Der Ökostromanbieter muss den Ausbau erneuerbarer Energien und erdgasbetriebener KWK-Anlagen fördern, vorzugsweise durch den Bau eigener Kraftwerke.“ Und: „Jeder Neukunde muss nach spätestens fünf Jahren zu 100 Prozent mit Strom aus Anlagen versorgt werden, die nicht älter als fünf Jahre sind.“
Dafür ist das Tochterunternehmen Planet Energy verantwortlich: Es finanziert, baut und betreibt eigene „Öko-Kraftwerke“. Zum Beispiel in Dasing bei Augsburg: Auf den Dächern von drei Lagerhallen installierte das Unternehmen Solarmodule, die eine Fläche von 31.000 Quadratmetern abdecken. Die Fotovoltaik-Anlage liefert Strom für 560 Haushalte – und jährlich werden 915 Tonnen CO2 vermieden. Oder ein Laufwasserkraftwerk in Bremen, das gerade im Bau ist: Es entsteht unterirdisch neben einem bestehenden Wehr in der Weser. Ziel ist es, 17.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. 25.700 Tonnen CO2 würden auf diese Weise pro Jahr weniger ausgestoßen. Und der Windpark „Parndorf 2“ ist schon seit Dezember 2004 am Netz: Acht Windräder stehen 40 Kilometer südwestlich von Wien, ihre Gesamtleistung liegt bei 12 Megawatt – das reicht aus, um 8.300 Haushalte mit Strom zu beliefern. Vermiedene CO2-Emissionen: 14.900 Tonnen im Jahr.
Die „Öko-Kraftwerke“ speisen ihren Strom unabhängig vom Endkundengeschäft ein, das Greenpeace Energy in Deutschland betreibt. Dieser Strom wird vergütet, wie es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorschreibt.
Woher kommt der Ökostrom?
Und aus welchen Quellen kommt der Ökostrom, den Greenpeace Energy verkauft? Es müssen „saubere Kraftwerke“ sein; „darüber hinaus sollten unsere Lieferanten eine ökologische Geschäftspolitik verfolgen und nicht über Beteiligungen mit Kohle- und Atomstromkonzernen verflochten sein“, so Greenpeace Energy. Konkret heißt das: Rund ¾ des Stroms kommen aus österreichischen Wasserkraftwerken, ein geringer Teil aus dem Windpark „Parndorf 2“. Der Rest ist so genannter EEG-Strom, den ein Anbieter nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) seinen Kunden liefern muss. In Zahlen sieht der Strommix so aus: Wasser: 73,7 %, Wind: 5,9 %, EEG-Strom: 19,4 %.
Greenpeace Energy kauft nicht nur Strom aus sauberen Quellen ein, sondern investiert in den Umbau der Energieversorgung – jedes neue Windrad trägt dazu bei, den Strommix in Deutschland zu verändern.
Ein Beitrag von Ingo Leipner
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