Girokonto
Informationen und Vergleich zu Girokonten
Das Girokonto ist seit vielen Jahren das wichtigste Konto im Finanzbereich. Ohne das Girokonto könnte man am Wirtschaftsleben gar nicht mehr teilnehmen. Zahlungen und sämtliche Eingänge, wie das Gehalt oder sonstige Zahlungen, werden über das Girokonto verbucht. Die Bedingungen von Girokonten können Sie im Girokonto-Vergleich überprüfen.
Inzwischen gibt es bereits für Kinder und Jugendliche Girokonten im Rahmen eines Taschengeldkontos. Das Konto ist vom Grundsatz her für den Zahlungsverkehr bestimmt, kann mitunter aber auch zur Geldanlage genutzt werden, da einige Banken eine recht gute Verzinsung für Guthaben auf dem Konto anbieten.
Als einziges Konto überhaupt kann das Girokonto sowohl im Minus als auch im Plus geführt werden. Somit gilt das Konto als äußerst flexibel, denn man bekommt für Guthaben auf dem Konto Habenzinsen und bei kurzfristigen Liquiditätsengpässen kann man das Konto auch überziehen und somit seine Liquidität erweitern und einen Kredit in Anspruch nehmen.
Welche Unterschiede gibt es beim Girokonto?
Auch wenn das Girokonto heute von nahezu jeder Bank angeboten wird, gibt es dennoch zwar Gemeinsamkeiten zwischen den Angeboten, aber auch viele Unterschiede, die man beachten sollte.
Die Gemeinsamkeiten der Girokonten bestehen in erster Linie im Leistungsspektrum des Kontos. Jedes der Girokonten kann man zum Erteilen von Überweisungsaufträgen, zum Lastschrifteinzug, zum Einrichten von Daueraufträgen und über die Kundenkarte oder Kreditkarte auch zum Abheben von Bargeld am Geldautomaten oder auch an der Kasse in der Bankfiliale nutzen.
Zudem ist das Girokonto auch die Basis für den Erhalt eines Dispositionskredites. So gleich wie die Leistungen des Girokontos bei den verschiedenen Anbieter sind, so unterschiedlich sind hingegen die Gebühren, welche man für die Kontoführung und die Nutzung des Kontos zahlen muss. Immer mehr Banken sind bereits dazu übergegangen, kostenlose Girokonten anzubieten. Der Kunde muss hier also für alle Standardleistungen keine Kontoführungsgebühren bezahlen. Häufig betrifft diese Kostenfreiheit allerdings nur die Online-Kontoführung oder sie ist an Bedingungen geknüpft, wie beispielsweise einem Mindesteingang pro Monat auf dem Konto.
Sehr genau muss man neben den Bedingungen für ein kostenloses Girokonto auch beim Vergleich der Angebote auf die Gebührenmodelle bei den kostenpflichtigen Konten achten. In der Regel gibt es zum einen die fixe Grundgebühr pro Monat und zum anderen werden die Buchungsposten einzeln berechnet. Hier sollte man als Kunde darauf achten, dass passende Kontomodell zu wählen, welches die für einen persönlich günstigste Gebührenstruktur aufweist.
Ferner sollte man auch darauf achten, die Angebote nicht nur bezüglich der Gebühren zu vergleichen, sondern auch bezüglich der Soll- und Habenzinsen, was leider viele Kunden vergessen. Wenn man zum Beispiel oftmals seinen Dispokredit in Anspruch nimmt und dafür bei einer Bank Sollzinsen in Höhe von 13 Prozent zahlen muss, während die andere Bank nur einen Zinssatz von neun Prozent verlangt, sind die Gebühren im Vergleich schon fast zu vernachlässigen. Kunden hingegen, die öfter höhere Guthaben auf ihrem Konto deponieren, sollten bei der Konto-Auswahl auf möglichst gute Guthabenzinsen achten.
Welche Arten gibt es beim Girokonto?
Auch wenn das Girokonto als solches schon lange Zeit ein Standard-Finanzprodukt ist, haben sich dennoch bis heute verschiedene Formen von Girokonten gebildet. In erster Linie sind hier das Online-Girokonto, das Guthabenkonto und das Girokonto mit Tagesgeldfunktion zu nennen. Zudem unterscheiden die meisten Banken nach einem Privatgiro- und einem Geschäftsgirokonto.
Während man das Girokonto früher ausschließlich bei der Bank vor Ort, also in der jeweiligen Filiale eröffnen konnte, ist die Eröffnung und vor allen Dingen auch die Führung des Kontos schon viele Jahre problemlos online möglich. Solche Konten werden dann auch als Online-Girokonto oder kurz als Onlinekonto bezeichnet.
Auch das Guthabenkonto ist ein voll funktionsfähiges Girokonto, allerdings mit der Einschränkung, dass keine Überziehungen stattfinden dürfen. Das Konto darf demnach also nicht im Soll geführt werden. Genutzt wird diese Form der Girokonten in erster Linie von Minderjährigen und von Personen mit schlechter Bonität, zum Beispiel aufgrund negativer Einträge in der Schufa.
Eine recht neue Variante des Girokontos ist das Girokonto mit Tagesgeldfunktion. Auch hierbei handelt es sich von der Grundstruktur her um ein voll funktionsfähiges Girokonto mit allen „normalen“ Leistungen, zudem kann der Kunde aber die Vorteile eines Tagesgeldkontos nutzen. Diese bestehen vor allen Dingen in einer guten Verzinsung von Guthaben, man erhält also hier einen deutlich höheren Zinssatz, als man üblicherweise für Guthaben auf einem Girokonto erhält. Die jederzeitige Verfügbarkeit des Guthabens ist beim Girokonto ohnehin immer gegeben.
