Gesundheitsprämie Krankenkassen
Neues Modell für die GKV
Grund für die Reformbestrebungen bei den Krankenkassen sind die stetig wachsenden Beiträge. Die Gesundheitsprämie soll mit der Gesundheitsreform 2011 eingeführt werden.
Ziel der Gesundheitsprämie
Steigende Kosten im Gesundheitswesen, der demografische Wandel sowie der fortwährende medizinische Fortschritt sorgen für steigende Beiträge in der Krankenversicherung. Um die Lohnkosten von den Krankenkassenkosten zu entkoppeln, soll die Gesundheitsprämie eingeführt werden. Denn in der gesetzlichen Krankenversicherung wird der Beitrag bisher als Prozentsatz vom Bruttoeinkommen erhoben. Steigende Beiträge belasten Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen.
Bei der Gesundheitsprämie zahlt jeder gesetzlich Versicherte unabhängig von seinem Einkommen den gleichen Beitrag für die Krankenkasse. Da Krankheit und deren Kosten unabhängig vom Einkommen sind, sollen die Beiträge "pro Kopf" entrichtet werden. Im Gespräch ist eine Gesundheitsprämie von 109 bis 150 Euro im Monat.
Höhe der Gesundheitsprämie
Die Gesundheitsprämie ist von den Arbeitnehmern zu zahlen. In einem ersten Konzept ist eine Höhe von 109 Euro im Monat festgelegt. Diesen Betrag müsste jede pflichtversicherte Person aufbringen. Auch der bisher beitragsfrei mitversicherte Ehepartner oder volljährige Kinder in Ausbildung müssten die Gesundheitsprämie an die Krankenkasse entrichten. Nur minderjährige Kinder sind weiterhin beitragsfrei mitversichert.
Wer den Beitrag für die Gesundheitsprämie nicht aufbringen kann, sollen einen Ausgleich über die Einkommensteuererklärung erhalten, z.B. durch höhere Freibeträge.
Welchen Beitrag leistet der Arbeitgeber?
Der Anteil des Arbeitgebers soll bei 7 Prozent des Bruttolohns "eingefroren" werden. Damit führen steigende Gesundheitskosten nicht mehr zu höheren Lohnnebenkosten. Allein die Versicherten hätten steigende Beiträge zu finanzieren.
Der Arbeitgeberanteil fließt in den Gesundheitsfonds, ebenso wie Steuermittel. Daraus erhalten die Krankenkassen einen bestimmten Anteil. Aus dem Fonds sollen zudem die Kinderversicherung sowie der Sozialausgleich für Geringverdiener bezahlt werden.
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