Gesundheitspolitik
Gesundheitspolitik vor neuen Herausforderungen
Grundlagen zur Gesundheitspolitik
Der Begriff Gesundheitspolitik wird in Deutschland in der Regel immer mit der gesetzlichen Krankenversicherung in Verbindung gebracht. Dieser Ansatz ist dabei natürlich nicht grundsätzlich falsch, es gilt aber zu beachten, dass dieser Bereich des deutschen Sozialversicherungssystems nur ein einzelner Bestandteil der gesundheitspolitischen Maßnahmen ist. Der Bereich der Krankenversicherung stellt nämlich überwiegend die Lösung des Problems, also die Versorgung der Bevölkerung im Krankheitsfall dar. Dem gegenüber steht aber noch der indirekte und deshalb auch kaum wahrgenommene Teil der deutschen Gesundheitspolitik, die sogenannte Prävention. Hierbei versucht der Gesetzgeber, gezielt Unfälle und Krankheiten zu vermeiden. Er erlässt deshalb verschiedene Vorschriften, zum Beispiel hinsichtlich des Arbeitsschutzes und Umweltschutzes. Durch solche Maßnahmen wird bewirkt, dass jeder einzelne Mensch nicht von Außen gesundheitlich negativ beeinflusst wird. Zudem nutzt der Gesetzgeber auch die Konsumsteuer dafür, um den Verbrauch von gesundheitsschädlichen Produkten zu reduzieren. Als Beispiele für solche Steuern sind die Tabak- und die Biersteuer zu nennen.
Die Gesundheitspolitik in Deutschland
Die deutsche Gesundheitspolitik verfolgt das Ziel, dass die gesamte Bevölkerung möglichst gesund ist. Dafür wird wie bereits erwähnt angestrebt, dass die Anzahl der Erkrankungen sinkt. Gleichzeitig möchte die Regierung aber auch dafür garantieren, dass jeder Deutsche im Fall einer Erkrankung unabhängig von seinem sozialen Statuts die notwendige medizinische Versorgung erhält. Aus diesem Grund ist das deutsche Gesundheitssystem sehr sozial aufgebaut und sieht unabhängig von den eingezahlten Beiträgen in die gesetzliche Krankenkasse für alle Versicherten die gleiche Leistung vor. Eine Besonderheit ist es dabei auch, dass neben dem Versicherten selbst auch der nicht berufstätige Ehepartner sowie die Kinder in der gesetzlichen Familienversicherung kostenlos mitversichert werden können.
Neben einer guten Versorgung ist es auch ein Ziel der Regierung, dass das Gesundheitssystem effizient und kostengünstig ist. Dieses Ziel stellt jedoch immer mehr eine Herausforderung dar. Gerade unter der Berücksichtigung des Aspekts des demografischen Wandels ist festzustellen, dass die deutsche Gesundheitspolitik Reformen bedarf.
Gesundheitspolitik unter dem Aspekt der Demografie
In den letzten Jahrzehnten hat sich ein demografischer Wandel vollzogen. Dies äußert sich vor allem darin, dass der Anteil älterer Personen steigt, die Anzahl jüngere Menschen aber dramatisch zurückgeht. Diese Entwicklung basiert im Wesentlichen auf zwei Faktoren - den Rückgang der Geburten sowie die gestiegene Lebenserwartung, die unter anderem auf den medizinischen Fortschritt zurückzuführen ist.
Aufgrund des demografischen Wandels kommt es zu einem Rückgang der Erwerbsquote. Die Zahl der Beitragszahler in die gesetzlichen Sozialversicherungen sinkt. Gleichzeitig steigen aber die Kosten für die medizinische Versorgung aufgrund des Fortschritts an. Dies bewirkt zwangsläufig einen Anstieg der Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung, sodass gerade Gutverdiener oder Selbstständige in die private Krankenversicherung wechseln. Als Folge sinkt wiederum die Anzahl der Beitragszahler in der gesetzlichen Versicherung. Um diesen Teufelskreis zu umgehen, wurden in der Gesundheitspolitik verschiedene Reformen vorgeschlagen. Dies sind zum Beispiel die einkommensunabhängige Gesundheitsprämie mit einer Kopfpauschale sowie die Bürgerversicherung, die im Gegensatz zur bisherigen Krankenversicherung einen einkommensabhängigen Beitrag auf alle Einkunftsarten vorsieht.
Weitere Informationen
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Die Gesundheitspolitik ist eine der Kernaufgaben der deutschen Regierung und setzt sich dabei aus den verschiedensten Faktoren zusammen. Hier stellen wir Ihnen diese vor!