Berliner Drogentherapeut gesteht

12.03.10

Der seit gestern vor Gericht stehende Drogenarzt übernimmt die Verantwortung für die Folgen seiner Drogensitzung. Allerdings streitet er eine Vertuschung des Drogenkonsums ab. Seine Patienten nicht auf die Folgen erhöhten Drogenkonsums hingewiesen zu haben, gibt er hingegen zu. Auch die Tatsache, daß die abgewogene Menge an Drogen sehr hoch gewesen sei, gesteht der Arzt.

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Versuchter Mord in einem Fall, Körperverletzung mit Todesfolge in zwei Fällen sowie gefährliche Körperverletzung in fünf Fällen werden dem Drogenarzt, Garri R., zu Last gelegt. Während einer psychotherapeutischen Sitzung verabreichte Garrri R. seinen Patienten Drogencocktails, die überdosiert waren. Innerhalb kürzester Zeit starben zwei Teilnehmer, und ein dritter fiel ins Koma. Viele übrige Sitzungsmitglieder mußten in Krankenhäusern behandelt werden, da sie erhebliche Vergiftungserscheinungen aufwiesen.

Offensichtlich sollte die Verabreichung der Drogenmixtur Bewußtseinserweiterungen bewirken. Der Arzt wollte vermutlich die Tagträume der Sitzungsteilnehmer analysieren. Der Therapeut usbekischer Abstammung räumte ein, daß ihm die Menge der verabreichten Drogen sehr hoch erschien, er aber den Angaben der elektronischen Waage vertraute. Darüberhinaus gab er zu, seine Patienten nicht über die Risiken einer Überdosis Drogen informiert zu haben.

Die Anklageverlesung machte den Arzt sehr betroffen, und er gestand, daß er große Schuld fühle. Den Vorwurf, die Verabreichung der Drogen vertuschen zu wollen, wies er weit von sich. Schließlich habe er dafür gesorgt, daß Hilfe komme und der Notärtzin mitgeteilt, welcher Art der Drogencocktail war. Der Prozeß wird fortgeführt.

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