Hat der Body-Mass-Index keine Bedeutung?
Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität in München fanden heraus, daß der Body-Mass-Index (BMI) keinen Einfluß auf Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder Todesrisiko eines Menschen hat. Rund 11.000 Probanden stellten sich über einen Zeitraum von acht Jahren für die Studie zur Verfügung. Neben dem BMI berücksichtigten die Forscher unter anderem die Beziehung zwischen Hüft- und Taillenumfang.
Beim Körperfett gibt es bedeutsame Unterschiede, je nachdem, wo es sich befindet. Im Januar berichteten Forscher der Oxford University in Großbritannien, daß Fett an Hüften, Oberschenkeln und Po das Diabetesrisiko senken und vor Herz-Kreislauferkrankungen schützen kann. Bauchfett hingegen ist gesundheitsbeeinträchtigend, da es schädliche Fettsäuren abgeben und Zytokine in den Körper schicken kann, die Entzündungen hervorrufen können. Körperfett an Po, Hüften und Oberschenkeln fängt die schädlichen Fettsäuren ein und verhindert somit eine Einlagerung in Leber oder Muskeln, die zahlreiche Erkrankungen bedingen könnte.
Die Bedeutung des Body-Mass-Indexes, welcher die Regionen des Körperfettes nicht berücksichtigt, ist bezüglich Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder Todesrisiko somit irrelevant, wie Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) herausfanden. Die Formel des Indexes, Gewicht durch Körpergröße in Metern zum Quadrat, gibt jedoch Aufschluß, ob jemand unter-, normal- oder übergewichtig ist. Für die Studie der Forscher der LMU München stellten sich rund 11.000 Freiwillige zur Verfügung. Neben dem BMI berücksichtigten die Forscher unter anderem die Beziehung zwischen Hüft- und Taillenumfang.
Darüberhinaus berechneten die Wissenschaftler den WhtR, der sich ergibt, wenn man den Taillenumfang durch die Körpergröße dividiert. Man stellte fest, je höher der WhtR, desto höher das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder Tod. Die Berechnung des Verhältnisses von Hüft- und Taillenumfang hatte kaum Bedeutung für die Risiken.
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