Kaiserschnittrate mittlerweile bei 32 Prozent

18.08.10
Kaiserschnitt

Rund jedes dritte Baby erblickt per Kaiserschnitt das Licht der Welt. Das sind doppelt so viele Entbindungen per Operation wie vor zwanzig Jahren. Die Gründe für die hohe Rate liegen einerseits darin, daß Mütter immer älter werden, und andererseits fürchten viele Frauen die Umstände einer natürlichen Geburt.

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Die Zahl der Kaiserschnitte steigt stetig an, obwohl nicht bei jedem Eingriff medizinische Notwendigkeit besteht. Als Grund für das Nachlassen von Spontangeburten führen Experten das steigende Alter von Gebärenden und damit die Erhöhung von Risikoschwangerschaften an. Aber auch der Wunsch vieler Mütter nach einer möglichst schmerzfreien Geburt könnte ein Grund für das Anwachsen von Kaiserschnitten sein. Inzwischen liegt die bundesweite Kaiserschnittrate bei 32 Prozent.
 
Rund jedes dritte Kind erblickt per Kaiserschnitt das Licht der Welt. Dabei ist ein Kaiserschnitt ein operativer Eingriff, der mit vielen Risiken verbunden ist. Neben Blutungen, Thrombosen, Narkosezwischenfällen und Infektionen können Verletzungen auftreten. Nur in zwei von hundert Fällen ist ein Kaiserschnitt medizinisch begründet.
 
Die Krankenkasse KKH Allianz ermittelte, daß die meisten Kaiserschnitte im Saarland vorgenommen werden. Die wenigsten Kaiserschnitte fanden mit 24 Prozent in Sachsen statt. Ein Sprecher der KKH Allianz rät werdenden Müttern zu ausführlichen Gesprächen mit ihren Gynäkologen. Für die Babys besteht bei Entbindungen per Kaiserschnitt eine erhöhte Gefahr für Atemwegserkrankungen. Auch das Risiko, in späteren Jahren an Asthma zu erkranken, ist für Kinder, die nicht spontan entbunden wurden, höher.

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