Ärzte verschreiben zunehmend Medikamente gegen psychische Erkrankungen

Die Techniker Krankenkasse ermittelte, daß sich das Volumen der Medikamentenverordnungen aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten zehn Jahren verdoppelte. Dabei rangieren Bayern und Rheinland-Pflaz auf den vorderen und Sachsen-Anhalt auf dem hintersten Platz. Frauen erhielten doppelt so viele Psychopharmaka verschrieben wie Männer.
Psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch. Wie die Techniker Krankenkasse ermittelte, verdoppelte sich das Volumen der Medikamentenverordnungen aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten zehn Jahren. Dabei fällt besonders auf, daß Frauen doppelt so häufig Pillen gegen Depressionen und Co. erhalten wie Männer. Bayern verordnete die meisten Tagesdosen, Sachsen-Anhalt die wenigsten.
Die seelischen Probleme verursachten 2006 einen Schaden von 26,7 Milliarden Euro. Doch in vielen Fällen sind Depressionen nach wie vor ein Tabuthema, was vermuten läßt, daß die Dunkelziffer der Betroffenen entsprechend hoch ist. Experten führen das Anwachsen von psychischen Störungen unter anderem auf die gestiegenen Anforderungen am Arbeitsplatz zurück. Um der Problematik entgegenzuwirken, entwickelte die Techniker Krankenkasse, in Zusammenarbeit mit erfahrenen Klinikärzten, eine bessere Betreuung, die eine frühzeitige Wiedereingliederung des Patienten in sein gewohntes soziales Umfeld zum Ziel hat.
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