Schweinegrippe zieht sich aus Deutschland zurück
Das Robert-Koch-Institut (RKI) zählt immer weniger Neuinfektionen mit dem H1N1-Virus. Im Februar traten lediglich 43 neue Fälle auf. Offenbar befindet sich die Neue Grippe in Deutschland auf dem Rückzug.
Auch wenn sich die Zahl der Neuinfektionen auf einem sehr niedrigen Niveau befindet, kann von Entwarnung noch nicht gesprochen werden. Frühere Influenzapandemien traten häufig in mehreren Wellen auf. In einigen Ländern Südostasiens und in einigen Gebieten Ost- und Südosteuropas ist das Virus derzeit noch aktiv. Insgesamt verliefen die Krankheiten jedoch milder als erwartet.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählte in 213 Ländern 16 455 Todesfälle, die in Zusammenhang mit der Schweinegrippe stehen. In Deutschland verstarben 243 Menschen an der Schweinegrippe. 80 Prozent der Opfer litten jedoch an Vorerkrankeungen. Im Gegensatz zur saisonalen Influenza waren die meisten Opfer jünger als 60 Jahre.
Wurden im November noch 45.000 Neuinfektionen pro Woche gemeldet und standen die Leute Schlange vor den Arztpraxen, existiert mittlerweile ein erheblicher Überschuß an Impfseren. Insgesamt ließ sich nur ein geringer Teil der deutschen Bevölkerung gegen das H1N1-Virus immunisieren. Inzwischen laufen Vertragsverhandlungen mit dem Ausland über den Verkauf nicht mehr benötigter Impfdosen.
Da es noch keine offizielle Entwarnung für die Schweinegrippe gibt, raten Experten weiterhin zur Einhaltung einfacher Hygieneregeln, um das persönliche Infektionsrisiko gering zu halten. Wer seine Wohnräume mehrmals am Tag gut durchlüftet, verringert die Virenanzahl in der Luft erheblich. Auch das Husten und Niesen in die Armbeuge kann die Möglichkeit einer Infektion minimieren. Darüberhinaus sollte man sich unbedingt mehrmals am Tag die Hände gründlich waschen.
Kommentare zu dieser Nachricht
Weitere Nachrichten zum Thema Gesundheit:
- Antibiotika-Einsatz bei Geflügel: Verbote gefordert
- Studie: Deutschland könnte beim Kauf von Staatsanleihen maroder EU-Staaten profitieren
- Krankenhauskosten steigen im Jahr 2010 auf knapp 80 Milliarden Euro
- Schlafkrankheit durch Klimawandel
- Toter bei Wohnungsbrand in Berlin, Landeskriminalamt ermittelt