Body-Mass-Index (BMI): Eingeschränkte Aussagekraft
Die Aussagekraft des Body-Mass-Index (BMI) wird offenbar falsch eingeschätzt. Als Indikator für mögliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien andere Maße besser geeignet. Dies ergibt sich aus zwei Studien zur Aussagekraft des BMI.
Schon lange wird daran gezweifelt, ob der Body-Mass-Index eine Aussagekraft bezüglich der Wahrscheinlichkeit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zulässt. Dieses Maß für Übergewicht errechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm, geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Bei einem BMI von 20-25 ist Normalgewicht gegeben, Übergewicht beginnt bei einem BMI von 25 und geht bis zu einem BMI von 40, der so genannten schweren Adipositas.
Verschiedene Studien zum Thema BMI und Sterberate wollen ermittelt haben, dass ein dauerhaft hoher BMI zu einer erhöhten Sterblichkeit führt. Nun führen zwei neue Studien an, dass es nicht nur auf die absoluten Werte, sondern vor allem auf die Verteilung des überschüssigen Fetts ankommt. Vor allem das Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße lässt demnach eine Aussage über das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu.
Diese Größe wurde im Rahmen einer lang andauernden Studie mit über 10.000 Personen ermittelt. Das Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße sei demnach vielmehr geeignet als der BMI.
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