Multiple Sklerose: mehr Entzündungen im Frühling und Sommer

01.09.10
Multiple Sklerose

Einer Studie zur Folge, verschlimmern sich die Entzündungen bei Patienten, die an Multipler Sklerose leiden, in den warmen Monaten. Amerikanische Ärzte führten Gehirn-Scans durch, die zum Ergebnis hatten, daß im Frühling und Sommer weit mehr Bereiche des Gehirns Schädigungen aufwiesen als im Herbst oder Winter. Diese Erkenntnis ist möglicherweise ein Meilenstein in der Entwicklung von Medikamenten für MS-Kranke.

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Multiple Sklerose (MS) ist eine häufige, neurologische Erkrankung im jungen Erwachsenenalter. Bisher sind die Ursachen trotz intensiver Forschung noch nicht geklärt. Bestimmte fehlgeleitete Immunzellen (TH17-Zellen) wenden sich gegen körpereigene Strukturen. Sehstörungen, Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen und Muskelschmerzen können die Folge sein. Die Krankheit gilt als nicht heilbar, aber Linderungen der Symptome sind möglich.

Nun entdeckten US-Forscher, daß die Jahreszeiten von größter Bedeutung für MS-Patienten sind. Einer Studie zur Folge, verschlimmern sich die Entzündungen bei Patienten, die an Multipler Sklerose leiden, in den warmen Monaten. Amerikanische Ärzte führten Gehirn-Scans durch, die zum Ergebnis hatten, daß im Frühling und Sommer weit mehr Bereiche des Gehirns Schädigungen aufwiesen als im Herbst oder Winter. Diese Erkenntnis ist möglicherweise ein Meilenstein in der Entwicklung von Medikamenten für MS-Kranke.

Das Risiko, an MS zu erkranken, ist bei Frauen doppelt so hoch wie bei Männern. Pro 100.000 Einwohner gibt es in Deutschland etwa 149 MS-Patienten. Die Mortalität unter MS-Patienten ist nicht besonders erhöht. Allerdings ist die Lebenserwartung erheblich geringer als die von gesunden Menschen.

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