Deutscher Arzt weigert sich, kopftuchtragende muslimische Großfamilien zu behandeln
Ein deutscher Arzt verhängte in seiner Praxis schriftlich ein Kopftuchverbot für Muslime. Desweiteren weigerte er sich, muslimische Großfamilien zu behandeln, und er verlangte von seinen Patienten Grundkenntnissee der deutschen Sprache. Angeblich plante der Arzt mit diesen Maßnahmen einen reibungsloseren Praxisablauf.
Ein deutscher Arzt verhielt sich seinen Patienten gegenüber dermaßen diskriminierend, so daß der hessische Integrationsminister, die Kassenärztliche Vereinigung, die Landesärztekammer, der Landesausländerbeirat und die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen auf den Plan traten. Der Mediziner verhängte in seiner Praxis schriftlich ein Kopftuchverbot für Muslime. Desweiteren weigerte er sich, muslimische Großfamilien zu behandeln, und er verlangte von seinen Patienten Grundkenntnissee der deutschen Sprache. Angeblich plante der Arzt mit diesen Maßnahmen einen reibungsloseren Praxisablauf.
Ein Kopftuch störe die Untersuchung, so der Mediziner. Wer der deutschen Sprache nicht mächtig ist, verursache Schwierigkeiten im Behandlungsablauf, so der Arzt weiter. Mittlerweile bemerkte der Mediziner sein ausländerfeindliches und diskriminierendes Vorgehen und entschuldigte sich. Inzwischen hängen seine Spielregeln nicht mehr in der Praxis aus.
Der hessische Integrationsminister, Jörg-Uwe Hahn, vertritt die Ansicht, daß jeder Mensch ein Recht auf ärztliche Behandlung habe, unabhängig von der Größe der Familie oder der Religionszugehörigkeit. Die Kassenärztliche Vereinigung und die Landesärztekammer prüfen derweil das Vorgehen des Mediziners. Der Vorsitzende des türkisch-islamischen Kulturvereins von Wächtersbach gab sich mit der Entschuldigung des Arztes zufrieden und will sich nun auf den Dialog konzentrieren.
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