Giftnotzentrale in Australien: Kinder landen oft wegen Überdosierungen von Medikamenten in Klinken
Jeder zweite Anruf in der Giftnotzentrale im australischen Bundesstaat New South Wales erfolgt aufgrund von Überdosierungen unterschiedlicher Medikamente für Kinder. Eine Studie ergab, daß Kinder zu häufig mit Arzneien versorgt werden. Zudem halten viele Erwachsene nicht verschreibungspflichtige Medikamente für eher ungefährlich.
Eine australische Studie mit 53 Müttern, 7 Vätern und 37 Mitarbeitern von Kindertagesstätten ergab, daß Kinder oft Medikamente erhalten, obwohl diese aufgrund des Krankheitsbildes nicht gerechtfertigt sind. Kaum läuft die Nase, werden Schnupfenmittel verabreicht. Beim geringsten Husten greifen viele Erzieher und Eltern gleich zu Hustenblockern. Auch leicht erhöhte Temperatur wird schleunigst mit Fiebersenkern bekämpft.
Problematisch ist nicht nur die Tatsache, daß häufig unberechtigterweise zu Arzneien gegriffen wird, sondern vielfach werden die Medikamente falsch dosiert. Jeder zweite Anruf in der Giftnotzentrale im australischen Bundesstaat New South Wales erfolgt aufgrund von Überdosierungen unterschiedlicher Medikamente für Kinder. 15 Prozent der Minderjährigen müssen stationär behandelt werden. Zudem halten viele Erwachsene nicht verschreibungspflichtige Medikamente für eher ungefährlich.
Experten raten, gründlich abzuwägen, ob das Kind überhaupt medikamentös behandelt werden muß. Im Zweifelsfall sollte ein Kinderarzt zu Rate gezogen werden. Besondere Aufmerksamkeit ist der richtigen Dosierung des Medikamentes zu schenken. Kinder können erhebliche gesundheitliche Schäden durch die falsche Verabreichung von Arzneien davontragen.
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