09.03.10

Aids: Viren nisten sich in Knochenmark ein

Eine Untersuchung von Forschern um Kathleen Collins von der University of Michigan in Ann Arbor ergab, daß sich HI-Viren in Knochenmark verbergen können. Sie überleben dort gut geschützt die antivirale Therapie und sind in der Lage, eine erneuete Ausbreitung der Viren in Gang zu setzten. Die Krankheit Aids gilt bis heute als unheilbar.

Acquired Immune Deficiency Syndrome (AIDS) heißt übersetzt erworbenes Immundefektsyndrom. Aidsinfizierte haben eine schwere Schädigung des körpereigenen Abwehrsystems, welche durch das Aids-Virus ausgelöst wird. In Deutschland leben etwas mehr als 60.000 Infizierte. 33 Millionen Menschen steckten sich inzwischen weltweit mit dem gefährlichen Virus an.

Ein Forscherteam um Kathleen Collins von der University of Michigan in Ann Arbor fand heraus, daß sich HI-Viren in Knochenmark verbergen können. Sie überleben dort gut geschützt die antivirale Therapie und sind in der Lage, eine erneuete Ausbreitung der Viren in Gang zu setzten. Die Wissenschaftler untersuchten Gewebeproben von HIV-Patienten, die antivirale Medikamente über einen Zeitraum von sechs Monaten einnahmen. Trotz der medikamentösen Therapie fand sich in den Proben Erbgut der Viren.

Solange sich Viren vor der Arznei so verbergen können, daß sie überleben, ist eine erfolgreiche Ausrottung de gefährlichen Erreger unmöglich. Es müssen neue Behandlungsansätze entwickelt werden, die sich mit den latent infizierten Zellen beschäftigen. Das Virus ist darüberhinaus sehr wandelbar und daher schwer zu bekämpfen. Die beste Therapie ist nach wie vor die Prävention, so daß die Viren erst gar nicht in den Körper gelangen.

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