Wetter: schlagen die Eisheiligen zu?

11.05.12

Die meisten Bundesbürger kennen die berühmten Eisheiligen. Pankratius, Servatius, Bonifazius sowie die Heilige Sophie sind Begriffe, die viele Menschen damit in Verbindung bringen, dass die Nächte nicht frostfrei sein könnten. Tatsächlich steht uns ab morgen ein Temperatursturz bevor.

Alte Bauernregeln bewahren bis heute ihre Gültigkeit. „Pankraz und Servaz sind zwei böse Brüder, was der Frühling gebracht, zerstören sie wieder“, so lautet eine der zahlreichen Regeln, die besagen, dass bis Mitte Mai noch damit gerechnet werden muss, dass die Nächte nicht frostfrei sein könnten. Man spricht von den berühmten Eisheiligen, die noch eisige Kälte ins Land bringen könnten. Tatsächlich steht uns ab morgen ein Temperatursturz bevor.

Pankratius, Servatius, Bonifazius sowie die Heilige Sophie (kalte Sophie) sind Begriffe, die viele Bundesbürger schon einmal gehört haben. Am 12. Mai wird Pankratius, am 13. Mai Servatius, am 14. Mai Bonifatius und am 15. Mai der Heiligen Sophie gedacht. Die Heiligen lebten allesamt im 4. und 5. Jahrhundert und waren zu Lebzeiten Bischöfe und Märtyrer. Man nennt sie auch die „Eismänner“ oder die „gestrengen Herren“. „Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi.“

Da die These von den Eisheiligen statistisch nicht nachweisbar ist, handelt es sich um einen Volksglauben, der bei vielen Menschen tief verwurzelt ist. Da der Glauben schon seit vielen Jahrhunderten existiert, muss man bedenken, dass die Kalenderreform von Papst Gregor VIII eigentlich eine Verschiebung der Eisheiligen zur Folge gehabt hätte. Unserem heutigen Kalender nach, müssten die Eisheiligen richtigerweise zwischen dem 21. und 23. Mai stattfinden. Weitere Witterungsereignisse, die im Jahreslauf relativ regelmäßig eintreten, finden sich in der Schafskälte, die um den 10. Juni stattfindet und im Siebenschläfertag am 27. Juni.

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