Arzneimittelzuzahlungen: was man dagegen tun kann

Ab heute müssen viele gesetzlich Krankenversicherte tiefer in die Tasche greifen, denn die Anzahl der zuzahlungsfreien Medikamente reduziert sich von rund 10.000 auf etwa 5.000 Präparate. Um den immensen Kosten aus dem Weg zu gehen, empfiehlt sich für chronisch Kranke im Zweifel sogar ein Krankenkassenwechsel, sofern die Kasse Rabattverträge mit dem Hersteller des benötigten Medikamentes schloss. Darüberhinaus können Ärzte Großpackungen verschreiben, die länger vorhalten.
Die Finanznot der gesetzlichen Krankenversicherer nimmt bedenkliche Ausmaße an. Nach Einführung von Zusatzbeiträgen senken die Kassen die Anzahl der zuzahlungsfreien Medikamente drastisch. Von rund 10.000 schrumpft die Zahl der Präparate ohne Eigenleistung auf 5.524. Ab heute müssen viele gesetzlich Krankenversicherte tiefer in die Tasche greifen.
Grund für die Reduzierung sind neue Zuzahlungsbefreiungsgrenzen und Festbeträge, wie die Bundesvereinigung der deutschen Apothekerverbände (ABDA) mitteilt. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erwartet durch diese Maßnahme Einsparungen in Höhe von 460 Millionen Euro. Die Beträge für die Zuzahlungen werden von den Apotheken an die Krankenkassen weitergeleitet. 2009 erhielten die gesetzlichen Krankenversicherer rund 1,7 Milliarden Euro durch Zuzahlungen.
Die neuen Regelungen bedeuten für gesetzlich Versicherte eine Zuzahlung für viele Medikamente in Höhe von 10 Euro. Etliche Kreislaufpräparate und Magen-Darm-Mittel erhalten wesentlich höhere Preise. Doch was kann man als Patient dagegen tun? Um den immensen Kosten aus dem Weg zu gehen, empfiehlt sich für chronisch Kranke im Zweifel sogar ein Krankenkassenwechsel, sofern die Kasse Rabattverträge mit dem Hersteller des benötigten Medikamentes schloss. Darüberhinaus können Ärzte Großpackungen verschreiben, die länger vorhalten.
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