Freiburg: 125 Hüftoperierte müssen erneut unter das Messer
Weil sich künstliche Hüftgelenke als fehlerhaft erwiesen, müssen 125 Patienten erneut operiert werden. Die Prothese wies insofern Mängel auf, als daß sich das verarbeitete Metall abrieb. Bei einer Patientin trat eine Entzündung auf.
Die Ärzte des Loretto-Krankenhauses trifft keine Schuld an den fehlerhaften Hüftgelenken, die sie über 700 Patienten einsetzten. Die Herstellerfirma beschuldigt die Mediziner, die künstlichen Gelenke falsch eingesetzt zu haben. Das Unternehmen behauptete weiterhin, der Abrieb stamme aus dem ungenauen Montieren des Konus. Doch eine Untersuchung ergab, daß die Operationsmethode nicht die Ursache für den Metallabrieb ist.
Bisher operierten die Freiburger Chirurgen rund 100 Patienten und setzten ein neues Hüftgelenk ein. Etwa 25 Menschen steht der Wechsel noch bevor. Die Kosten tragen bislang die Krankenkassen. Keiner der Patienten reichte Klage gegen die Hersteller ein.
Insgesamt veräußerte die Firma 430.000 Hüftsysteme. Die fehlerhaften künstlichen Gelenke des Typs "Durom/Metasul LDH Hüftprothesensystem" machten etwa 0,3 Prozent davon aus. Etwa 70 Prozent der beanstandeten Hüftgelenke setzten Ärzte des Freiburger Loretto-Krankenhauses ein. Die Chirurgen hielten das Hüftsystem lange Zeit für das beste.
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