Rund jedes dritte Baby kommt per Kaiserschnitt zur Welt

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt eine Kaiserschnittrate von 15 Prozent. In Deutschland ist diese Vorgabe bereits seit vielen Jahren überschritten. Mittlerweile kommt fast jedes dritte Baby per Kaiserschnitt zur Welt.
Ist das Leben von Mutter und Kind gefährdet, sollte ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. So lautete viele Jahre das Credo der Gynäkologen. Mittlerweile gehört der Kaiserschnitt dank moderner Methoden zu einer normalen Operation. Doch viele Experten kritisieren die hohe Kaiserschnittrate, denn vielfach besteht keine medizinische Notwendigkeit.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt eine Kaiserschnittrate von 15 Prozent. In Deutschland ist diese Vorgabe bereits seit vielen Jahren überschritten. Mittlerweile kommt fast jedes dritte Baby per Kaiserschnitt zur Welt. Als Grund für das Nachlassen von Spontangeburten führen Experten das steigende Alter von Gebärenden und damit die Erhöhung von Risikoschwangerschaften an.
Vielfach könnte auch der Wunsch vieler Mütter, nach einer möglichst schmerzfreien Geburt, ein Grund für das Anwachsen von Kaiserschnitten sein. Wichtig ist ein ausführliches Gespräch zwischen der Schwangeren und ihrem Gynäkologen bezüglich des Ablaufs einer natürlichen Geburt, so daß der Frau die Ängste genommen werden können. Ein Kaiserschnitt kann mit vielen Risiken verbunden sein. Im Zweifelsfall können Blutungen, Thrombosen, Narkosezwischenfälle und Infektionen auftreten. Für die Babys besteht bei Entbindungen per Kaiserschnitt ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen, Asthma und Diabetes I.
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