Immer mehr Deutsche erkranken an Depressionen

05.03.10

Die Zahl der Menschen, die an Depressionen erkrankten, steigt in Deutschland an. Zwischen 2004 und 2008 nahm die Zahl der Depressiven um 23 Prozent zu. Als besonders gefährdet gelten Männer unter 20 Jahren.

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Wie die KKH-Allianz ermittelte, steigt die Zahl der Depressiven in Deutschland an. Bei den Frauen konnte ein Zuwachs von 24 Prozent verzeichnet werden, und bei den Männern errechnete man einen Anstieg um 20 Prozent. Bei den unter 20-jährigen Männern ermittelte man eine Erhöhung um 41 Prozent. Experten führen das Anwachsen dieser Krankheit auf die Wirtschaftskrise und die damit verbundenen Zukunftsängste zurück. Zudem erfährt das Leiden eine gesellschaftlich immer höherer Akzeptanz.

Spätestens seit dem Freitod von Robert Enke ist das Wort „Depression“ in aller Munde. Dabei wird es oft in seiner Bedeutung verkannt. Viele Menschen behaupten, ohne sich über den Gehalt ihres Satzes im Klaren zu sein, ich werde depressiv. In diesen Fällen meinen die Personen eher eine vorübergehende schlechte Stimmung.

Depression bedeutet eine psychische Niedergeschlagenheit, die über einen längeren Zeitraum anhält. Die Symptomatiken sind sehr vielfältig und individuell. Unter anderem leiden Depressive unter Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, innerer Unruhe und Unfähigkeit zu Freude oder auch Trauer. Die Auslöser können unterschiedlicher Natur sein. Neben Medikamenten und Krankheitserregern können auch physiologische Ursachen in Betracht kommen.

Depressive Menschen leiden an einer lebensgefährlichen Krankheit. In Deutschland begehen etwa 10.000 Menschen, die an Depressionen leiden, Selbstmord. Experten schätzen die Zahl der Behandlungsbedürftigen in der Bundesrepublik auf etwa 4 Millionen. Doch viele Betroffene gestehen sich ihre Krankheit nicht ein, oder schämen sich, zum Arzt zu gehen.

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