Nervenschmerzen: Cannabis verschafft Abhilfe

31.08.10
Cannabis

Ein Team der McGill University in Montreal, Kanada, stellte fest, daß das Rauchen von Cannabis Abhilfe bei Nervenschmerzen schaffen kann. In der Studie mit 21 Probanden stellte sich zudem heraus, daß die Schlafqualität und das allgemeine Wohlbefinden deutlich verbessert werden konnte. Aller Wahrscheinlichkeit nach folgen weitere Studien auf diesem Gebiet.

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Bereits im 3. Jahrtausend vor Christus setzte man Cannabis gegen verschiedenste Beschwerden ein. Auch Hildegard von Bingen beschrieb die lindernde Wirkung des Rauschmittels. In Deutschland und einigen anderen Staaten darf der pflanzliche Auszug zu therapeutischen Zwecken benutzt werden. Seit 12 Jahren ist die Wirkweise über eine Aktivierung von endogenen Cannabinoiden bekannt.

Ein Team der McGill University in Montreal, Kanada, stellte fest, daß das Rauchen von Cannabis Abhilfe bei Nervenschmerzen schaffen kann. Für die Studie mit 21 Probanden wurde Cannabis mit 2,5 Prozent, 6 Prozent und 9,4 Prozent THC zum Rauchen verabreicht. Einige Teilnehmer erhielten zu Vergleichszwecken wirkstoffreies Cannabis. Die Forscher stellten fest, daß die Patienten, die das 9,4-prozentige Cannabis dreimal täglich konsumierten, eine erhebliche Schmerzreduktion verspürten.

In der Studie stellte sich zudem heraus, daß die Schlafqualität und das allgemeine Wohlbefinden deutlich verbessert werden konnte. Die Patienten verspürten darüberhinaus weniger Ängste, und Depressionen konnten gelindert werden. Allerdings können auch Nebenwirkungen in Form von Kopfschmerzen, trockenen Augen, Benommenheit, Husten, Taubheitsgefühl und Hautbrennen auftreten. Voraussichtlich sollen weitere Untersuchungen folgen.

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