Kaiserschnittrate in Deutschland bei 29 Prozent

10.03.10

Die Zahl der Kaiserschnitte steigt stetig an, obwohl nicht bei jedem Eingriff medizinische Notwendigkeit besteht. Als Grund für das Nachlassen von Spontangeburten führen Experten das steigende Alter von Gebärenden und damit die Erhöhung von Risikoschwangerschaften an. Aber auch der Wunsch vieler Mütter, nach einer möglichst schmerzfreien Geburt, könnte ein Grund für das Anwachsen von Kaiserschnitten sein.

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Inzwischen liegt die bundesweite Kaiserschnittrate bei 29 Prozent. Rund jedes dritte Kind kommt nicht mehr auf natürlichem Weg zur Welt. Dabei ist ein Kaiserschnitt definitiv ein operativer Eingriff, der mit vielen Risiken verbunden ist. Neben Blutungen, Thrombosen, Narkosezwischenfällen und Infektionen können Verletzungen auftreten. Nur in zwei von hundert Fällen ist ein Kaiserschnitt notwendig.

Für die Babys besteht bei Entbindungen per Kaiserschnitt ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen. Auch das Risiko, in späteren Jahren an Asthma zu erkranken, ist für Kinder, die nicht spontan entbunden wurden, höher. Viele Gynäkologen lernen heutzutage, ein Kind in Steißlage oder auch Zwillinge, vorbehaltlos per Kaiserschnitt zu entbinden, obwohl die medizinische Notwendigkeit oftmals nicht besteht. Aber auch der Wunsch vieler Mütter nach einer möglichst schmerzfreien Geburt könnte ein Grund für das Anwachsen von Kaiserschnitten sein.

Darüberhinaus darf die Tatsache, daß die Gebärenden immer älter werden, nicht außer Acht gelassen werden. Mit steigendem Alter der Mutter, erhöhen sich die Risiken einer Schwangerschaft und damit die Zahl der Kaiserschnitte. Die Krankenkassen bieten werdenden Müttern und Vätern Informationen, auch online, zur natürlichen Geburt an. Dort erfahren die zukünftigen Eltern beispielsweise, daß sie gesetzlichen Anspruch auf ein Beratungsgespräch mit einer Hebamme haben.

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