Burn-Out: Was verbirgt sich wirklich hinter dieser Erkrankung?

Viele Menschen glauben, an einem „Burn-Out“ zu leiden, da sie unter vermeintlichem Stress stehen. Doch was verbirgt sich wirklich hinter dieser Erkrankung? Wie sind die Symptomatiken und Ursachen für das Syndrom und wie kann man vorbeugend tätig werden?
Burn-Out. Die vielfach missgedeutete Erkrankung entwickelt sich, ebenso wie das Wort Stress, zum Modewort. Viele Menschen glauben, an einem „Burn-Out“ zu leiden, da sie unter vermeintlichem Stress stehen. Doch was verbirgt sich wirklich hinter dieser Erkrankung? Wie sind die Symptomatiken und Ursachen für das Syndrom und wie kann man vorbeugend tätig werden? Was muss im Erkrankungsfall getan werden? Welche Therapien existieren in Deutschland?
Für den Zustand „Burn-Out“ existiert nach wie vor keine einheitliche Definition. In Fachkreisen spricht man jedoch von einem arbeitsbedingten Erschöpfungszustand. Ursächlich ist übertriebener Ehrgeiz, ein hoher Selbstanspruch, Perfektionismus und ein überzogenes Engagement verantwortlich für das Syndrom, welches sich kaum von einer Depression unterscheidet. Wer an einem Burn-Out leidet, der befindet sich seit sehr langer Zeit in einer Überforderungssituation. Oftmals ertragen die Betroffenen den Druck ihres Vorgesetzten nicht und brechen unter der Verantwortung zusammen.
Mittlerweile lassen sich 150 Symptome in Zusammenhang mit einem Burn-Out bringen. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung sind die ersten Anzeichen eines Burn-Outs. Viele Betroffene erleiden Infekte, klagen über körperliche Schmerzen, Schlaflosigkeit oder Angstzustände. Hobbies werden vernachlässigt und die Kranken ziehen sich in ihr Schneckenhaus zurück. Doch diese Symptome können auch für andere psychische Erkrankungen stehen. Eine eindeutige Diagnose zu stellen, gestaltet sich für die Mediziner schwierig.
Aufgrund der Definitionsschwierigkeiten lässt sich ein Burn-Out nicht leicht behandeln. Doch ein vernünftiges Stressmanagement, ausreichend Ausgleich und Abwechselung, Sport oder auch Ruhe können bereits zur Verbesserung des Krankheitsbildes beitragen. In schwereren Fällen in eine Psychotherapie unumgänglich. Diese Therapie dient zur Identifikation der Stressoren und zu deren Abbau.