Die Pille feiert ihren 50. Geburtstag

Am 18. August 1960 kam die erste Anti-Baby-Pille in Amerika auf den Markt. Getarnt als Medikament gegen Menstruationsbeschwerden trat sie ihren weltweiten Siegeszug an. Die Nachfrage gestaltete sich zunächst verhalten, doch heutzutage nehmen 100 Millionen Frauen die Pille zu sich.
Der Wissenschaftler Gregory Pincus setzte in Zusammenarbeit mit John Rock die Arbeit des Chemieprofessors Carl Djerassi fort und entwickelte das Schwangerschaftshormon Gestagen synthetisch. Die erste Pille namens Enovid eroberte den amerikanischen Markt. Getarnt als Medikament gegen Menstruationsbeschwerden trat sie ihren weltweiten Siegeszug an. Zunächst durfte das Medikament lediglich verheirateten Frauen verschrieben werden.
Kirchenväter befürchteten den Untergang des Abendlandes, aber viele Frauen empfanden die Pille als Befreiungsschlag. Frauenärzte demonstrierten auf der Straße gegen die persönliche Geburtenkontrolle. Noch heute ist die Pille umstritten. Der Papst wendet sich nach wie vor gegen Verhütung, aber weltweit nehmen rund 100 Millionen Frauen die Pille ein.
Allein in Deutschland greifen etwa 55 Prozent der weiblichen Bevölkerung auf die Pille zurück. Was vor rund 50 Jahren als Hormonbombe galt, hat sich mittlerweile zur niedrig dosierten Minipille entwickelt. Die Nebenwirkungen der Minipille sind geringer als die der normal dosierten Pille. Die Pille ist das bekannteste Verhütungsmittel. Inzwischen existieren unzählige verschiedene Präparate auf dem Markt.
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