Das Hormon Leptin könnte Diabetikern helfen

02.03.10

Die Kombination von Leptin und Insulin könnte Diabetes-Typ-I-Kranken helfen. Forscher fanden heraus, daß das körpereigene Hormon Leptin blutzuckersenkend wirkt. Allerdings ist das Hormon sehr kostspielig, weshalb Leptin das herkömmliche Insulin nicht verdrängen wird. Das Hormon Leptin könnte Diabetikern helfen

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Diabetes Typ 1 entsteht, wenn die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört sind. Ein Insulinmangel kann einen Substratmangel in den Zellen, eine Übersäuerung des Blutes, einen Anstieg des Blutzuckers sowie Gewichtsverlust nach sich ziehen. Die Patienten sind noch nicht heilbar und müssen lebenslang Insulin spritzen. Die Gründe für die Erkrankung vermuten Forscher in einer hohen Kaiserschnittrate, veränderten Lebensstilen, Ernährung und hygienischen Bedingungen.

In Europa leben etwa 50 Millionen Diabetiker. 90 Prozent von ihnen leiden an Diabetes Typ II und 10 Prozent an Diabetes Typ I. Die Therapie mit Insulin bei Diabetikern Typ I kann Nebenwirkungen in Form von Übergewicht und Schäden an Herz und Gefäßen durch erhöhte Fett- und Cholesterinwerte nach sich ziehen. Im Tierversuch stellte sich heraus, daß Leptin nicht nur den Blutzucker senkt, sondern es wirkt sich positiv auf den Fettstoffwechsel aus und vermindert womöglich das Risiko für Herzerkrankungen, deren Ursache bei der Insulintherapie zu suchen ist.

Ein Forscherteam um Roger Unger vom Touchstone Center for Diabetes Research in Dallas führte die Versuche mit Mäusen durch. Die Wissenschaftler spritzten 15 Mäusen, die Diabetes-Typ-I- aufwiesen, Leptin. Eine weitere Gruppe diabeteskranker Mäuse erhielt Insulin. Der Vergleich der beiden Gruppen kam zu dem Ergebnis, daß beide Stoffe zwar den Blutzucker und den Diabetes-Marker HbA1c senkten, die Tiere, die Leptin erhielten, aber Fett und Gewicht abbauten sowie ein vermindertes Hungergefühl aufwiesen.

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