Eisdielen: Verbraucherzentrale NRW entdeckt viele Keime

08.09.10
Bakterien in Speiseeis

Da kann einem die Lust auf die leckere Kugle Eis vergehen: Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat in einem Test von Juli bis Mitte August zahlreiche Eisdielen untersucht. Erschreckendes Ergebnis: Viele Eissorten enthalten zu viele Keime. Zudem wird Milcheis oftmals mit falschen Fetten angereichert.

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Wer sich im Sommer auf sein Eis freut, wird nach einer aktuellen Untersuchung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nicht belohnt. Denn in zahlreichen Eissorten befinden sich die sogenannten Enterobakterien. Bei rund einem Viertel der entnommenen Proben entdeckten die Tester die schädlichen Keime in einer Konzentration, die den zulässigen Richtwert überschreitet. Die Bakterien können zu Magen- und Darmerkrankungen mit Durchfall führen. Trotzdem wurde das Speiseeis verkauft.

Bei der Untersuchung wurden zwischen Juli und Mitte August in 39 Standorten in Nordrhein-Westfalen das Vanilleeis getestet. Während dieser Zeit war zum einen das Wetter besonders gut und zum anderen in Nordrhein-Westfalen Sommerferien. In einer Laboruntersuchung wurde die Eiskugel dann auf Herz und Nieren geprüft. Mit dem erschreckenden Ergebnis will die Verbraucherzentrale nun auf Mängel in der Hygiene bei Eisdielen aufmerksam machen. Denn die Vorschriften werden oftmals nicht eingehalten. Auch bei Lagerung, Herstellung und Verkauf wird mit dem Eis nicht fachgerecht umgegangen. Vor allem bei den Portionierern erkannten die Tester Mängel. Denn eine Reinigung erfolgt nicht im erforderlichen Maße.

Insgesamt wiesen über 40 Prozent der entnommenen Proben Mängel auf. Nicht nur die vorgefundenen Keime stießen dabei bei den Testern auf Kritik. In vielen Milchspeiseeissorten fanden sich Anreicherungen von fremden Fetten. Dieses Eis dürfe man dann jedoch nicht unter Milcheis verkaufen.

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