Gesetzliche Rente

Informationen und Überblick zur Rente

Wer in den Ruhestand geht, ist auf eine ausreichende finanzielle Absicherung angewiesen. Die gesetzliche Rente stellt in Deutschland die Hauptquelle der Altersbezüge dar. Der demografische Wandel sorgt für massive Finanzprobleme in der Rentenkasse. Wer sicher gehen will, sorgt privat vor.

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Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rente

Jeder abhängig Beschäftigte muss in die gesetzliche Rentenversicherung als Pflichtmitglied einzahlen. Des Weiteren sind auch arbeitnehmerähnliche Selbständige in der Rentenkasse grundsätzlich pflichtversichert, wenn sie im Wesentlichen und auf Dauer nur für einen Auftraggeber tätig sind und im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit keinen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen.

Versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rente sind zudem Wehr- und Zivildienstleistende sowie Studenten, die während ihres Studiums gegen Entgelt beschäftigt sind.

Zudem können sich Freiberufler und Selbständige freiwillig für das System der gesetzlichen Versorgung entscheiden. Die Versicherungspflicht auf Antrag ist unwiderruflich. Sie endet nur, wenn entweder die Voraussetzungen hierfür entfallen sind, d. h.

  • mit der Aufgabe der Selbständigkeit oder
  • wenn der Versicherte wegen einer selbstständigen Tätigkeit nach anderen Rechtsvorschriften versicherungspflichtig wird.

Versicherungsfreiheit gesetzliche Rente

Ein bestimmter Personenkreis muss nicht in die gesetzliche Rente einzahlen. Auf Antrag können sich Personen mit Anspruch auf beamtenähnliche Versorgung,
angestellte Mitglieder einer berufsständischen Versorgungseinrichtung
(z.  B. Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte) und selbstständige versicherungspflichtige Handwerker, wenn 216 Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen belegt sind, von der Versicherungspflicht befreien lassen.

Beamte, Richter, Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit sowie Beschäftigte in Köperschaften des öffentlichen Rechts haben eine eigene Versorgung, so dass für diesen Personenkreis Versicherungsfreiheit im gesetzlichen System besteht.

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Beitrag gesetzliche Rente

Der Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung beträgt derzeit (2015) 18,6 Prozent des Bruttoverdienstes und wird von den abhängig Beschäftigten und den Arbeitgebern grundsätzlich je zur Hälfte getragen. Das Einkommen der Beschäftigten wird jedoch nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze herangezogen.

Für diejenigen Teile des Arbeitseinkommens, die oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen, werden keine Beiträge erhoben, aber auch keine Rentenansprüche erworben. Auch bei Überschreiten der Beitragsbemessungsgrenze bleibt der Versicherte versicherungspflichtig. Die Versicherungspflichtgrenze gilt in der Rentenversicherung nicht.

Freiwillig Versicherte zahlen einen Beitrag zwischen der Mindestbeitragsbemessungsgrundlage und der Beitragsbemessungsgrenze. Der Mindestbeitrag liegt derzeit bei knapp 80 Euro im Monat.

Probleme der Umlagefinanzierung

Die Finanzprobleme von umlagefinanzierten Versorgungssystemen sind hinlänglich bekannt. Durch den demografischen Wandel müssen in Deutschland Immer weniger Beitragszahler immer mehr Ruheständler versorgen. Inzwischen beziehen mehr als 20 Millionen Menschen hierzulande ein Altersruhegeld. Und die Tendenz ist steigend. Kein Wunder, dass das Rentensystem an die Grenzen der Finanzierbarkeit gelangt ist.

Künftig wird die staatliche Vorsorge lediglich eine Basisversorgung bieten, die zur Existenzsicherung reicht. Ohne eine ergänzende betriebliche oder private Vorsorge werden sich zahlreiche Bürger in der Altersarmut wiederfinden. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber die Grundlagen für die steuergeförderte Altersvorsorge geschaffen.

Wie sich der Beitragssatz und die Leistungen der Rentenversicherung entwickeln werden, ist offen. Weitere Reformen werden bereits in ein paar Jahren unumgänglich sein.

Weitere Informationen zur gesetzlichen Rente: