Geldmarktfonds

Geldmarktfonds - Chancen und Risiken

Sie fragen sich, ob ein Geldmarktfonds eine gute Wahl der Kapitalanlage darstellt? Dann lesen Sie unsere Tipps zum Thema! Wir verraten Ihnen, was Sie beachten müssen und welche Alternativen Ihnen offen stehen.

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Geldmarktfonds

Als eine Möglichkeit der kurzfristigen Anlage bieten sich Geldmarktfonds an. Im Unterschied zu vielen anderen Fonds und Kapitalanlagen sind sie an keine Laufzeit gebunden und somit auch für das zeitweilige Geldparken geeignet. In Deutschland ist diese Fondsart seit 1994 zugelassen und seitdem sehr umstritten; sowohl die Renditeaussichten als auch die Sicherheit wurden teilweise angezweifelt. Mit dem Beginn des Börsencrash rückte der Geldmarktfonds sowohl positiv als auch negativ immer wieder in den Mittelpunkt der Finanzwelt.

Für viele Anleger ist diese Form der Geldanlage interessant. Im Vergleich zu anderen Methoden ist sie sehr flexibel. Bei einer richtigen Anbieterwahl bieten sie die Sicherheit des Festgeldes bei flexiblen Anlagezeiträumen. Das angelegte Kapital kann täglich abgerufen werden. Die Rendite kann für eine relativ sichere Kapitalanlage hoch sein, da der Fondsmanager im Gegensatz zu einzelnen Kleinanlegern bessere Konditionen erhält.

Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass Fonds nicht prinzipiell sicher sind. Zwar können Anleger täglich das Geld abrufen, aber nicht immer wird rechtzeitig ein Wertverlust erkannt. Gerade in Krisenzeiten mit sinkenden Zinssätzen ist auffällig, dass einige Fondsmanager zur Renditemaximierung zunehmend in die forderungsgesicherten Wertpapiere, beispielsweise in Forderungen aus Hypotheken, investieren. Nachweislich wurde durch diese Anlageform die Rendite zeitweise erhöht, aber auch Verluste wurden erzielt. Einige Fonds wiesen somit statt einer höheren Rendite Verluste auf.

Zusammensetzung von Geldmarktfonds

Seit Beginn der Immobilienkrise im Jahr 2007 steht fest, dass Geldmarktfonds nicht zu 100 Prozent sicher sind. Um die Gründe hierfür zu verstehen, werden nun die wichtigsten Anlagebereiche betrachtet:

  • kurzfristige Termingelder,
  • Pfandbriefe,
  • Commercial Papers,
  • Floater,
  • ABS.

Die kurzfristigen Termingelder setzen sich in den meisten Fällen aus Tages- und Monatsgeldern zusammen. Bei den Pfandbriefen handelt es sich hingegen um Anleihen, die der Finanzierung von Hypotheken dienen. Etwas unbekannter, aber deshalb nicht unwichtiger, sind die kurzfristigen Schuldentitel an diversen Unternehmen, die in der Fachsprache als Commercial Papers bezeichnet werden. Ebenso investieren die Fondsmanager in sogenannte Floaters, dies sind kurzfristige Anleihen mit einem variablen Zins, aber auch in forderungsgesicherte Wertpapiere namens Asset Backed Securieties (ABS).

Jedoch setzt sich nicht jeder Geldmarktfonds aus allen oben genannten Bereichen zusammen. Grundsätzlich kann zwischen verschiedenen Arten von Fonds unterschieden werden. Die wichtigsten sind die reinen Geldmarktfonds, die Cash-Fonds sowie die geldmarktnahen Fonds.

Bei reinen Geldmarktfonds werden die gesamten Fondsmittel in kurzfristige Bankguthaben sowie Geldmarkttitel investiert. Bei den Cash-Fonds liegt der Anteil der in den reinen Geldmarkt investierten Mittel bei rund 75 Prozent. Bei den geldmarktnahen Fonds müssen hingegen nur noch 51 Prozent der Mittel in festverzinsliche Wertpapiere investiert werden, der Rest kann in Geldmarkttitel angelegt werden.

Geldmarktfonds – eine gute Alternative?

Ob nun Geldmarktfonds eine sinnvolle Möglichkeit der Kapitalanlage darstellen, wird von vielen Kreisen unterschiedlich bewertet. Der Vorteil dieser Form der Geldanlage liegt freilich in der täglichen Abrufbarkeit, aber diese allein ist nicht ausschlaggebend. Alle Fonds sind grundsätzlich mit Kosten verbunden: Es entstehen Ausgaben für die Verwaltung und so weiter. Diese Kosten können unter Umständen bei einem kleinen Zinssatz die gesamte Rendite aufzehren.
Ebenso ist der Fonds Risiken unterworfen. Neben dem Risiko des Verlustes durch forderungsgesicherte Wertpapiere besteht aufgrund der internationalen Ausrichtung häufig auch ein Währungsrisiko.

Auch wenn eine tägliche Auszahlung möglich ist, so ist ein stetiges Springen aufgrund von Kursschwankungen nicht immer sinnvoll. Aber gerade Kleinanleger sind nicht immer unbedingt in der Lage, die Entwicklung eines Fonds richtig einzuschätzen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass viele Anleger den Absprung von risikobereiten Geldmarktfonds nicht rechtzeitig geschafft haben.

Andere Anbieter konnten zwar auch zu Krisenzeiten Renditen erzielen, diese lagen jedoch teilweise nur ein wenig über den Zinskonditionen eines gewöhnlichen Sparbuches. Einige Finanzvermittler empfehlen teilweise sogar schon eher Tagesgeldkonten. Diese erfahren die gleiche steuerliche Behandlung und das Verlustrisiko bei einer ausreichenden Einlagensicherung ist sehr gering. Zusätzlich haben sie in der Vergangenheit oftmals sogar höhere Renditen als Geldmarktfonds erzielt.

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