Ratgeber zur Geldanlage
Sicherheit und Rendite bei der Geldanlage
Die richtige Geldanlage wählen
Die Geldanlage ist eine Wissenschaft für sich. Zahlreiche Anbieter werben mit immer neuen Produkten um Anlegergelder. Aufgrund der zahlreichen Wirtschafts- und Finanzkrisen hat in den letzten Jahren der Faktor Sicherheit an Bedeutung gewonnen. Wer sein Geld anlegt, möchte sicherstellen, dass der Betrag auch morgen noch auf dem Anlagekonto vorhanden ist.
Ein erster Schritt zur Geldanlage führt daher über die Information zu Vor- und Nachteilen sowie Chancen und Risiken der diversen Anlageformen.
Grundsätzlich gilt: Die Mischung macht´s. Den besten Schutz vor großen Verlusten bietet die Aufteilung des Geldes auf verschiedene Anlageformen. Je nach Risikoneigung kommen Anlagen in Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen oder auf Festgeld- und Tagesgeldkonten in Betracht. Eine optimale Streuung bieten Fonds. Anleger können bereits mit geringen monatlichen Beträgen investieren und das Geld auf verschiedene Anlageklassen aufteilen. Eine generelle Empfehlung für eine optimale Geldanlage gibt es jedoch nicht. Diese hängt vielmehr von folgenden Faktoren ab:
- Anlagebetrag,
- Anlagehorizont,
- Anlageziel,
- Liquidität,
- Risikotragfähigkeit.
Bestimmte Geldanlagen erfordern einen Mindestanlagebetrag. In diesen Fällen ist eine Investition erst ab 5.000 Euro oder 10.000 Euro möglich. Entscheidend ist, wann über das Geld verfügt werden soll. Bei kurzfristigen Anlagen scheiden Aktien im Regelfall aus, weil die Kursschwankungen zu hoch sind. Immobilien weisen zwar geringere Schwankungen auf, lassen sich jedoch kurzfristig schwer veräußern. Letztlich bestimmt die Risikotragfähigkeit, welche Anlageinstrumente in Frage kommen. Jeder Investor muss die Frage beantworten, wie hoch die Verluste bei der Geldanlage maximal sein dürfen. Daraus lassen sich geeigneten Anlageformen ableiten.
Das magische Dreieck der Geldanlage
In der Praxis lassen sich die Anlageziele Sicherheit, Rendite und Liquidität bei der Geldanlage nicht kombinieren. Produkte mit geringen Wertschwankungen bieten zwar eine hohe Sicherheit, aber auch eine geringe Rendite. Sichere Investments in Immobilien lassen sich nicht schnell zu Geld machen. Jede Anlageentscheidung ist ein Kompromiss zwischen den oben dargestellten Zielen. Man bezeichnet dies als magisches Dreieck der Geldanlage.
Bei Investitionen spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Je größer der Zeithorizont ist, desto größere Wertschwankungen können Anleger in Kauf nehmen. Langfristig bieten z.B. Aktienanlagen im Schnitt höhere Erträge als Anleihen. Bei Anlagezeiträumen von 30 Jahren oder mehr fallen kurzfristige Wertschwankungen kaum ins Gewicht.
Wer frühzeitig mit dem Sparen beginnt, profitiert zudem vom Zinseszinseffekt. Je länger das eingezahlte Geld Zeit hat, sich zu verzinsen, desto größer ist der Zinsertrag. Denn der im ersten Jahr erzielte Zinsertrag wird weiter verzinst und erhöht das Kapital.
So ergibt sich bei einer monatlichen Einzahlung von 100 Euro über einen Zeitraum von 20 Jahren bei einem Zinssatz von 5 Prozent pro Jahr ein Endkapital von 40.800 Euro. Davon hat der Anleger 24.000 Euro selbst eingezahlt. Bei einer Sparzeit von 30 Jahren ergibt sich bereits ein mehr als doppelt so hohes Endkapital, nämlich 81.900 Euro. Die Einzahlungen des Sparers liegen bei 36.000 Euro.