Gasverbrauch
Kostenkontrolle beim Gasverbrauch
Die Abrechnung vom Gasverbrauch
Gas, sei es in Form von Erd- oder Flüssiggas, kann in privaten Haushalten für die Beheizung aber auch für die Aufbereitung von Warmwasser genutzt werden. Bei der ersten Variante der Gasversorgung erhält der Verbraucher sein benötigtes Gas aus einer Pipeline. Der Vorteil dieser Variante liegt darin, dass der Endverbraucher selbst kein Gas einlagern muss. Dies bedeutet für ihn, dass ihm nur die Kosten für den tatsächlichen Gasverbrauch in Rechnung gestellt werden. Da es natürlich nicht üblich ist, monatlich den Zählerstand abzulesen, hat der Verbraucher äquivalent zum Strom für den Gasverbrauch einen Abschlag zu zahlen. Dieser wird dann später mit dem tatsächlichen Verbrauch verrechnet. Je nach Höhe des Verbrauchs kann eine Nachzahlung oder Erstattung erfolgen. Im Gegensatz zum Erdgas wird beim Flüssiggas ebenso wie beim Heizöl das Gas in Tanks gelagert. Diese werden nach Bedarf befüllt, der Verbraucher muss aber vollständig in Vorkasse gehen. Somit liegt der Nachteil dieser Methode in der Bindung der liquiden Mittel.
Den Gasverbrauch in privaten Haushalten berechnen
Da das Gas eine wichtige Kostenposition bei den privaten Haushalten darstellt, empfiehlt es sich, den Gasverbrauch zu analysieren. Dabei gilt zu beachten, dass es im Rahmen einer Analyse wichtig ist, zu berücksichtigen, ob das Gas nur für die Heizung oder aber auch für die Warmwasseraufbereitung genutzt wird. Sollte der zweite Fall vorliegen, ist für die Analyse die Abnahmemenge um das verbrauchte Gas für die Warmwasseraufbereitung zu reduzieren. Dabei gilt die Empfehlung, pro Person eine Pauschale zwischen 800 bis 1.000 kWh im Jahr abzuziehen.
Auf der Grundlage des neuen Wertes, also der Differenz aus dem Gesamtverbrauch und dem Verbrauch für Warmwasser, ist eine Einschätzung unter der Berücksichtigung des Wohnraums möglich. Dabei erfolgt die Berechnung aus dem Quotienten von Gasverbrauch und Quadratmetern. Deutschlandweit liegt dieser errechnete Verbrauch bei rund 140 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass ein solcher Verbrauch nicht zwangsläufig bedeutet, dass die Gaskosten akzeptabel sind, da ältere Bauten den durchschnittlichen Verbrauch stark erhöhen.
Möglichkeiten, den Gasverbrauch zu senken
Wie bereits erwähnt, liegt der Gasverbrauch der privaten Haushalte in Deutschland durchschnittlich bei 140 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Verbrauch bei einem KfW 70 - Haus nur bei 60 kWh und bei einem Passivhaus bei 15 kWh liegt, ist dieser Wert sehr hoch. Aus diesem Grund ist es sinnvoll zu überprüfen, ob durch geeignete Maßnahmen der Verbrauch gesenkt werden kann.
So empfiehlt sich eine Überprüfung und Veränderung des Verbrauchsverhaltens. In diesem Zusammenhang ist beispielsweise auf das richtige Lüften zu verweisen. Durch solche Maßnahmen kann ohne zusätzliche Kosten, allein durch eine Veränderung der Gewohnheiten, bares Geld gespart werden. Als weitere Form für die Kosteneinsparung beim Gas bietet sich der Anbietervergleich an. Auch hier ist es oftmals durch einen Wechsel des Anbieters möglich, mehrere Hundert Euro im Jahr zu sparen.
Neben diesen Maßnahmen kann sich langfristig aber auch eine Modernisierung in Form einer Wärmeschutzdämmung oder ein Austausch der Heizung anbieten. Oftmals sind hierfür sogar staatliche Zuschüsse erhältlich.
Weitere Informationen
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