Gasheizung

Gasheizung: Effektive Heizungsanlagen für Wohngebäude

Die Gasheizung gehört zu den meistgenutzten Heizgeräten in Deutschland. Es gibt verschiedene Heizungsanlagen zur Beheizung mit Gas wie Gaskonvektoren und Gasetagenheizungen.

Gasheizung: Die Fakten

Als Gasheizung wird eine mit Gas als Brennstoff betriebene Heizungsanlage bezeichnet. In deutschen Haushalten liegt der Anteil von Gasheizungen bei etwa 40 Prozent. Damit gehören Gasheizungen zu den am häufigsten eingesetzten Heizungsanlagen. Jede Gasheizung wird mit brennfähigem Gas betrieben – neben Erdgas kommen auch verschiedene Flüssiggase zum Einsatz. Die meisten Gasheizungen werden mit einem Gas-Gemisch aus Butan und Propan betrieben.

Eine Gasheizung kann zur Beheizung einzelner Räume und kompletter Gebäude genutzt werden. Gasheizungen für die Beheizung von Räumen nennt man Gaskonvektor. Die Gasetagenheizung versorgt komplette Wohnungen, Etagen oder Wohngebäude. In den meisten Gebäuden sind zentralisierte Gasheizungen, also Gasetagenheizungen, im Einsatz.

Erdgas ist als bevorzugter Brennstoff für Heizungsablagen in den vergangenen Jahren auch dank staatlicher Fördermaßnahmen immer populärer geworden. Gasheizungen sind kostengünstiger und umweltfreundlicher als beispielsweise Ölheizungen. Ein spezieller Raum zur Lagerung der Tanks wie bei Vorräten für eine Ölheizung wird nicht benötigt. Haushalte mit Gasheizung sind von der aktuellen Gaspreisentwicklung abhängig.

Gasheizung: Die verschiedenen Heizungstypen

Vom Gaskonvektor zur Gasetagenheizung: Zentrale Gasheizungen haben Einzelgeräte heute weitgehend abgelöst. Bis in die 80er Jahre hinein gehörte der Gaskonvektor aber zum Standard in vielen Haushalten. Bei einem Gaskonvektor handelt es sich um ein einzelnes Heizgerät zur Versorgung einzelner Räumlichkeiten. Ein Gaskonvektor wird mit brennfähigen Gasen betrieben und gibt diese Wärmeenergie direkt in den zu beheizenden Raum ab.

Die Gasheizung wird heute in den meisten Gebäuden als Gasetagenheizung betrieben. Eine Gasetagenheizung eignet sich auch zur Wärmeversorgung kompletter Wohngebäude. Diese Zentralheizungen sind auch als Kombithermen bekannt und werden in der Regel mit Erdgas betrieben. Die Kombitherme stellt gleichzeitig Wärmeenergie und Warmwasser bereit. Das Wasser wird dabei je nach Wärmebedarf auf bis zu 80 Grad mithilfe von Erd- oder Flüssiggas erhitzt und durch die Heizkörper geleitet. Die Heizkörper geben diese Wärmeenergie dann an den Raum ab. Hierbei entsteht ein Kreislauf: Das Wasser wird erhitzt, fließt zurück und wird erneut aufgewärmt.

Gasheizung: Die Kosten

Eine moderne Gasheizung ist sehr effektiv und gehört zu den preisgünstigsten Heizungsanlagen. Neue Gasheizungsanlagen sind deutlicher besser gedämmt als in die Jahre gekommene Gasheizungssysteme und ermöglichen eine optimale Temperatursteuerung. Der Anschaffungspreis für eine Gasheizung setzt sich aus der Gasheizung selbst, der Brennwerttherme und dem Abgassystem (Schornstein) zusammen. Eine leistungsfähige Gasheizung ist ab etwa 4.000 Euro erhältlich und liegt damit deutlich unter dem Anschaffungspreis einer Ölheizung.

Haushalte mit Gasheizung sind an die Gaspreise ihres Versorgers gebunden. Experten gehen davon aus, dass die Gaspreise in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter ansteigen werden. Trotzdem liegen die Brennstoffkosten natürlich weit unter den Kosten einer Stromheizung. Wer mit Öl heizt, kann seinen Tank immerhin zum Zeitpunkt günstiger Preise nachfüllen lassen.

Im Trend liegt bei Häuslebauern heute die Kombination aus Gasheizung und Solaranlage. Die Solaranlage stellt aber lediglich eine Ergänzung zur Beheizung und Warmwasseraufbereitung mit Gas dar. Um Kosten zu sparen, kommt auch eine Modernisierung alter Gasheizungssysteme mit neuer Isolierung und Umwälzpumpe infrage.

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