Hallo Beamter,
zunächst einmal verstehe ich nicht, dass Du schreibst "Ich habe mich nun für eine (seriöse und gut beurteilte) GKV entschieden und musste eine umfassende Gesundheitsprüfung auf eigene Kosten vornehmen lassen."
Meinst Du hier nicht die PKV???
Nun ja, das Thema "Versicherungspflicht" wurde in den Medien breit getreten und da Du freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Kasse warst (bist???), nimmt der Gesetzgeber von diesem Personenkreis an, dass er über seine Mitgleidschaft bei einer Krankenversicherung selbst entscheiden kann und in der Lage ist, Vor- und Nachteile sowie die Konsequenzen zu überblicken.
Dies scheint in Deinem Fall leider nicht ganz geklappt zu haben. Das Vorgehen der PKV ist auf jeden Fall normal. Wenn risikoerhebliche Umstände vorliegen, kann die PKV einen Zuschlag verlangen. Dies dürfte auch bei anderen "guten" Gesellschaften so sein.
Im Übrigen: Lieber einen Zuschlag zahlen, als später mit stark steigenden Beiträgen zu kämpfen. An der Risikoprüfung erkennt man nämlich, wie ernst es die PKV-Gesellschaft meint.
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Thema: Als Beamter in der PKV
- 23.08.2009 12:36 #1
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Als Beamter in der PKV
AnzeigeHallo,
bin neu hier und würde gerne meinen Fall mal der Runde berichten.
Ich wurde vor ein paar Jahren verbeamtet worden aufgrund meines Berufswechsels, sonst hätte ich den Job auch gerne als Angestellter gemacht, was auch Vorteile gehabt hätte. Na ja, als Beamter hat man natürlich auch Vorteile. Zum Beispiel den der Krankenversicherung. Ich war vorher freiwilliges Mitglied der GKV und habe da gekündigt, weil ich als Beamter zu 70% Beihilfe der Krankheitskosten erhalte und demzufolge eigentlich nur eine Zusatzversicherung brauche. Ist aber nicht so einfach, da die meisten Zusatzversicherungen, z.B. Zahn, nur für gesetzlich Versicherte gelten.
Da ich allgemein ziemlich gesund bin und vernünftig lebe, habe ich es bei der Beihilfe gelassen und die gelegentlichen Restkosten selbst bezahlt. Ist natürlich ein gewisses Risiko, aber als persönliche Entscheidung meiner Ansicht nach akzeptabel, zumal meine restliche Familie gesetzlich abgesichert ist. Die Hauptgründe liegen aber in meiner finanziellen Situation, da ich als ehenmaliger Selbständiger noch Restschulden abzuzahlen habe. Soweit die Vorrede.
Nun bin ich seit Anfang 2009 gesetzlich zu einer privaten Krankenversicherung gezwungen und muss auch noch Strafgebühr für meine "verspätete Entscheidung" zahlen, obwohl ich von keiner Seite meines Arbeitgebers darüber aufgeklärt wurde! (Auch dies zählt zum Alltag des Beamtenwesens.)
Ich habe mich nun für eine (seriöse und gut beurteilte) GKV entschieden und musste eine umfassende Gesundheitsprüfung auf eigene Kosten vornehmen lassen. Als Ergebenis wurden die Notwendigkeit einer Zahnbehandlung und ein leicht erhöhter (Arzt: völlig unbedenklicher) Cholesterinspiegel und im übrigen überall gute Werte festgestellt. Was macht die PKV daraus? Sie errechnet Beitragszuschläge wegen erhöhten Risikos! Ich bin ziemlich sauer und habe den Vertrag nicht abgeschlossen. Liegt das an dieser PKV oder ist dies allgemein so? Kann jemand eine andere PKV empfehlen? Danke für Tipps.
- 24.08.2009 17:02 #2
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- 26.08.2009 11:08 #3
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... Meinst Du hier nicht die PKV??? ...
... Lieber einen Zuschlag zahlen, als später mit stark steigenden Beiträgen zu kämpfen. An der Risikoprüfung erkennt man nämlich, wie ernst es die PKV-Gesellschaft meint.[/quote]
Hallo,
1) ... sorry, war ein Fehler - ich meinte natürlich die PKV.
2) ... was mich stört, ist die aus meiner Sicht völlig überzogene Bewertung der "Risiken" und die daraus abgeleiteten Zuschläge. Ich komme mir eher vor wie bei Kreditangeboten von diversen Banken, die super günstig anbieten, aber nach ihrer "Bonitätsprüfung" dann teurer sind als die Hausbank.
... wenn es so ist, dass man durch Zuschläge spätere Beitragserhöhungen eher vermeidet, klingt das gut - aber wie kann ich da sicher sein?
Grüße und Danke für die Rückmeldung
- 27.08.2009 11:50 #4
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Die Bewertung der Risiken durch die PKV-Gesellschaft ist mitunter hart, aber der Versicherer hat eben nur einmal die Möglichkeit, das Risiko zu prüfen. Da es keine einseitige Kündigungsmöglichkeit wie bei den Sachversicherungen gibt, muss die Antragsprüfung eben strenger sein.
Eine Gewissheit bzw. Garantie über zukünftige Beitragssteigerungen kann man bei keinem Unternehmen erhalten. Es ist jedoch immer ein Indiz, wenn große Finanzvertriebe "neue/junge" Tarife verkaufen und für enormes Neugeschäft sorgen. Ich selbst würde von diesen Gesellschaften abraten und meinen Versicherer sorgfältig auswählen.
Dazu zählt eben auch die Annahmepolitik.
Viele Grüße.


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