Flugzeugfonds
Flugzeugfonds - eine Form der Kapitalanlage
Flugzeugfonds
In den meisten Fällen handelt es sich bei Flugzeugfonds um sogenannte Leasingfonds. Bei dieser Form der Kapitalanlage handelt es sich um geschlossene Fonds, die dem grauen Kapitalmarkt angehören. Als eine Form der Unternehmensbeteiligung sind sie somit ebenso wie beispielsweise Immobilien- und Medienfonds keinen speziellen Richtlinien unterworfen.
Fondsinhaber halten mit ihrer Einlage einen Anteil an einem Flugzeug oder an einer ganzen Flotte. Dieser ist in der Regel bis zum Ende der Laufzeit gebunden. Die aus den Fondsmitteln investierten Flugzeuge werden an Leasingnehmer für eine vorab festgelegte Dauer verliehen.
Früher wurden Flugzeugfonds häufig als Steuersparfonds angesehen; mit den tiefgreifenden Steuerreformen im Jahr 2005 verloren sie jedoch diesen Status, da ein Verlustvortrag auf das Gesamteinkommen nicht mehr möglich war. Nach dem Boom Ende der 1990er Jahre verloren die Fonds aufgrund der gesetzlichen Veränderungen zunehmend an Interesse. Trotzdem startete der Anbieter Lloyd Fonds AG im Jahr 2007 eine erneute Kampagne, um diese Fondsart für Anleger wieder attraktiv zu machen. Statt Steuern sparen stand nun die Sicherheit sowie die hohe Rendite im Vordergrund.
Die zunehmende Globalisierung führt zu einer verstärkten Nachfrage nach Lufttransportleistungen. Viele Fluggesellschaften können oder wollen aber nicht in neue Flugzeuge investieren. Um die steigende Nachfrage nach Flügen zu regulieren, mieten sie sich beispielsweise eine Boing 666 über einen sogenannten Flugzeugfonds an.
Flugzeugfonds als Leasinggeber
Nachweislich ist das Wachstum im Bereich des Luftverkehrs ungebrochen. Die Experten erwarten auch für die Zukunft eine steigende Nachfrage. Häufig können Fluggesellschaften diese nicht mit ihren eignen Maschinen kompensieren. Um Kapazitätsengpässen vorzubeugen, mieten sie sich Airbusse an. Diese Anmietung erfolgt in der Regel kurz- und mittelfristig durch sogenannte Operating-Leasingverträge. Flugzeugfonds bieten Airlines solche Verträge an. Je nach Gesellschaft beträgt die Leasingdauer bei neuen Maschinen etwa zwischen 8 und 12 Jahren.
In der Regel ist anschließend eine Leasingverlängerung, meistens für eine Laufzeit von 2 Jahren, möglich. Nach Ende des Leasings erfolgt ein Verkauf des Flugszeugs oder eine Weitervermietung zu günstigeren Konditionen.
Bei den meisten Flugzeugleasingverträgen handelt es sich um Dry-Lease-Verträge. Bei dieser Vertragsart stellt der Leasinggeber nur das Flugzeug zur Verfügung. Der Leasingnehmer ist für den Betrieb verantwortlich. Er stellt die Crew und trägt alle Kosten der Betriebstätigkeit. Der Leasingnehmer ist sowohl für die Wartung als auch für die Instandhaltung der Maschine sowie die Versicherung verantwortlich; somit entstehen den Fondsinhabern keine Betriebskosten.
In der Regel bürgt beim Flugzeugfonds ein Garantiegeber für die Leasingraten. Sollte dies nicht der Fall sein, steht den Fonds immer noch das Flugzeug selbst als Sicherheit zur Verfügung. Somit ist das Risiko bei dieser Form der Kapitalanlage verhältnismäßig gering.
Flugzeugfonds - eine kritische Betrachtung
Seit der Steuerreform haben Flugzeugfonds ihren Status als Steuersparfonds verloren und wurden für den Anleger zeitweilig uninteressant. Seit 2007 werben Anbieter mit hohen Renditen bei einem geringen Risiko. In der Regel ist eine vollständige Entschuldung bereits innerhalb der Laufzeit möglich. Die Fondskosten sind minimal, da wenig Verwaltungsaufwand besteht. Somit überwiegen auf den ersten Blick die Chancen gegenüber den Risiken. Flugzeugfonds sind relativ sichere Anlagen, da durch langfristige Verträge eine stetige Einnahmequelle vorhanden ist und auch durch den anschließenden Verkauf des Airbusses das Kapital zurückfließt.
Jedoch kann die Zukunft erst zeigen, ob die Fondsanbieter ihre Versprechen halten können. Genaue Zukunftsprognosen über einen Wiederverkaufswert eines Flugzeugs können heute noch nicht getroffen werden. Dieser ist sehr von der Entwicklung des Luftfahrtverkehrs abhängig. Auch wenn zurzeit ein stetiges Wachstum in diesem Bereich zu verzeichnen ist, ist dies noch kein Garant für die Zukunft. Gerade die Vergangenheit hat gezeigt, dass einzelne Ereignisse große Auswirkungen haben können. Als Beispiele für einen abrupten Rückgang der Linienflüge sind der 11. September, aber auch die Krankheiten wie SARS zu nennen. Dies sind jedoch nicht die einzigen Nachteile. Aufgrund der festen Veranlagungszeit ist diese Kapitalanlage nur für Personen geeignet, die langfristig ihr Geld anlegen möchten.
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Sie suchen eine Kapitalanlage mit einer hohen Rendite und einem überschaubaren Risiko? Dann sollten Sie die Chancen der Globalisierung nutzen und sich über Flugzeugfonds informieren! Wie haben für Sie alle wichtigen Informationen zusammen getragen. Denn neben hohen Chancen gibt es auch hohe Risiken bei dieser Form der Anlage.