Feuerversicherung
Feuerversicherung zählt zu den ältesten Versicherungen
Die Geschichte der Feuerversicherung
Die Gefahr von Bränden war aufgrund der engen Bebauung in mittelalterlichen Städten und der verwendeten Baumaterialien sehr hoch. Sie war gefürchtet, denn viele Menschen verloren durch Brände ihr Hab und Gut und damit ihre Existenz. In Hamburg wurde daher bereits 1591 ein erster Feuer-Kontrakt von Brauereibetrieben in der Stadt geschlossen. Nur wenig später gründeten Mennoniten in der Nähe von Danzig die Tiegenhöfer Brandordnung, die ihre Mitglieder zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung verpflichtete. Die Feuerversicherung wurde in der darauffolgenden Zeit in den verschiedenen Regionen Deutschlands von öffentlichen Versicherungsanstalten und speziell gegründeten Vereinen angeboten. In einigen Regionen wurde später die Verpflichtung zum Abschluss der Versicherung eingeführt.
Feuerversicherung für Immobilien und Mobilien
Einige Versicherungen sind von grundlegender Wichtigkeit, um einen ausreichenden Schutz vor hohen finanziellen Verlusten zu gewährleisten. Dazu zählen unter anderem
- Hausratversicherung,
- Haftpflichtversicherung,
- Wohngebäudeversicherung,
- Fahrzeugversicherung,
- Feuerversicherung.
In erster Linie wird die Feuerversicherung für Immobilien angeboten, und zwar in Form der Hausratversicherung, um den Verlust des Hausstandes abzusichern und in Form der Gebäudeversicherung, um Schäden an Gebäuden oder gar die völlige Zerstörung auszugleichen. Inzwischen ist diese Versicherung in anderen Versicherungen aufgegangen und trägt teilweise nur noch traditionell ihren Namen.
Versicherungen gegen Schäden durch Brand und Feuer werden inzwischen für viele wertvolle Dinge angeboten, zum Beispiel in Form der Teilkaskoversicherung gegen finanzielle Schäden durch Feuer an Fahrzeugen, Booten oder Flugzeugen. Auch einzelne Wertgegenstände können für den Fall der Beschädigung oder Zerstörung durch Feuer versichert werden. Daher ist die moderne Brandversicherung ein Schutz vor finanziellen Verlusten in vielen Fällen.
Feuerversicherung versichert mehr als nur Brandschäden
Eine reine Feuerversicherung im ursprünglichen Sinn gibt es heute so nicht mehr. Sie ist meist in andere Versicherungen mit anderen Bezeichnungen eingebunden und schützt nicht mehr nur vor finanziellen Schäden durch Brände, sondern durch vielfältige elementare Schäden. Daher zählt grundsätzlich auch der Schutz vor Einbruch, Diebstahl, Hochwasser, Leitungswasserschäden, Erdbeben oder Vulkanausbruch zu den versicherten Risiken. Auch Schäden durch Explosionen, Blitzschlag oder Sturm werden von einer modernen Gebäude- oder Teilkaskoversicherung ersetzt.
Da es sich insgesamt um existenzbedrohende Risiken handelt, die unter Umständen dazu führen können, dass das gesamte Eigentum vernichtet wird, zählt die Feuerversicherung innerhalb von Gebäude- oder Kaskoversicherungen zu den wichtigsten Risikoabdeckungen überhaupt. Banken bestehen im Rahmen von Immobilienfinanzierungen daher auch auf den Abschluss der Versicherung. Eine Besonderheit dieser Versicherung besteht darin, dass sie in jedem Fall für Schäden durch die Einwirkung von Feuer aufkommt, selbst wenn Brandstiftung die Ursache war. Der Versicherer wendet sich in einem solchen Fall nach der Schadenregulierung mit seinen Ansprüchen an den Verursacher.
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