Festgeldzinsen

Festgeldanlage zum idealen Zinssatz

Die Anlage von Ersparnissen ist in verschiedenen festen und flexiblen Anlageformen möglich. Lukrativ ist die Sparanlage in Festgeldern. Wir raten, vor der Eröffnung eines Festgeldkontos die Festgeldzinsen verschiedener Geldinstitute zu vergleichen.

Festgeldzinsen für kurz- oder mittelfristige Finanzanlagen

Festgeld ist eine Form des Termingeldes, das kurz- oder mittelfristig bei Kreditinstituten angelegt wird. Charakteristisch für das Festgeld ist die Anlage über einen zuvor festgelegten Zeitraum, wobei eine Laufzeit von zehn Tagen bis zu zehn Jahren vereinbart werden kann. Die Höhe der Festgeldzinsen für die gesamte Anlagedauer wird beim Abschluss des Anlagevertrags festgelegt und richtet sich in der Regel nach der Länge der Laufzeit. Auch dann, wenn sich der Marktzins während der Anlagedauer verändert, bleibt der einmal vereinbarte Zinssatz unverändert.

Je länger eine Festgeldanlage vereinbart wird, umso höher sind die Zinsen, die eine Bank für die Geldanlage gewährt. Eine Festgeldanlage ist insbesondere dann lohnenswert, wenn ein größerer Geldbetrag über einen gewissen Zeitraum nicht benötigt wird und daher zinsbringend angelegt werden soll. Aufgrund der Möglichkeit einer kurzfristigen Geldanlage in Festgeld von nur zehn Tagen kann innerhalb einer vergleichsweise kurzen Anlagedauer über das Geld verfügt werden. Während der Laufzeit besteht jedoch keine Möglichkeit, verlustfrei über das Festgeld zu verfügen. Im Vergleich zu Sparkonten und Tagesgeldkonten wird für Festgeldkonten ein höherer Zinssatz gewährt, da Banken mit fest angelegten Geldern sicherer kalkulieren können. Am Ende der Laufzeit besteht die Möglichkeit, die Festlegung zu verlängern, wobei bezüglich der Festgeldzinsen grundsätzlich der aktuelle Zinssatz als vereinbart gilt. Viele Banken setzen einen Mindestbetrag für die Festgeldanlage voraus.

Festgeldzinsen verschiedener Anbieter vergleichen

Vor der Anlage von Kapital in ein Festgeldkonto ist ein Vergleich der Festgeldzinsen, die von verschiedenen Banken gewährt werden, sinnvoll, denn es gibt teilweise deutliche Unterschiede zwischen den Angeboten der Kreditinstitute. Wie bei allen Kapitalanlage-Vergleichen ist es auch für einen Festgeldvergleich wichtig, dass alle Angebote dieselben Bedingungen enthalten. Daher müssen die Laufzeit und der Anlagebetrag aller Angebote übereinstimmen. Neben dem Vergleich derselben Bedingungen bei unterschiedlichen Kreditinstituten kann auch ein Vergleich der Bedingungen eines Anbieters bei unterschiedlichen Laufzeiten sinnvoll sein, denn selbst die Angebote desselben Kreditinstituts können mit einer wechselnden Laufzeit deutliche Unterschiede aufweisen.

Neben der Höhe der Festgeldzinsen, die sich aus dem Vergleich unterschiedlicher Angebote ergibt, sind jedoch auch weitere Merkmale interessant und sollten im Rahmen des Vergleichs beachtet werden. Zunächst ist es wichtig, welchen Mindest-Anlagebetrag eine Bank voraussetzt. Aber auch der Ruf und die wirtschaftliche Situation eines Kreditinstituts sind von Wichtigkeit. Gerade seit der Bankenkrise ist die wirtschaftliche Situation einer Bank, bei der ein höherer Geldbetrag angelegt werden soll, nicht ohne Belang. Weitere Faktoren, die in eine Entscheidung für ein Kreditinstitut zur Festgeldanlage einfließen sollten, sind die Serviceleistungen, die eine Bank ihren Kunden bietet. Dazu zählen regelmäßige Kontoauszüge, aber auch Vergünstigungen für die Neukundengewinnung und mögliche Gebühren, die im Rahmen der Kontoeröffnung anfallen können.

Anlagesicherheit und steuerliche Behandlung von Festgeldzinsen

Eine Geldanlage auf einem Festgeldkonto zählt zu den besonders sicheren Anlageformen, da Festgeldanlagen vom Einlagensicherungsfonds geschützt sind. Das bedeutet, dass der Betrag der Geldanlage im Fall einer Insolvenz der Bank durch die gesetzlich vorgeschriebene und unter Umständen die darüber hinausgehende freiwillige Einlagensicherung der Banken erstattet wird.

Gesetzlich sind Festgeldanlagen bis zu einer Höhe von 50.000 Euro pro Person und Geldinstitut gesichert. Darüber geht die freiwillige Einlagensicherung hinaus, der alle Sparkassen und Genossenschaftsbanken, aber auch viele Privatbanken angeschlossen sind. In diesen Fällen sind Anlagebeträge bis zu 100.000 Euro gesichert. Grundsätzlich ist der Kapitalschutz von Festgeldern, die bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken angelegt sind, jedoch deutlich größer, da die Garantiefonds dieser Banken nicht lediglich die Anlagebeträge der Kunden sichern, sondern den Bestand der Geldinstitute garantieren und es somit nicht zu einer Insolvenz kommen kann.

Die steuerliche Veranlagung der Zinsgewinne erfolgt im Wege der pauschalierten Abgeltungssteuer. Diese Steuer fällt unter anderem an für

  • Sparzinsen,
  • Anlagerenditen,
  • Festgeldzinsen.

Die Höhe der Abgeltungssteuer beträgt pauschal 25 Prozent. Der steuerliche Anteil der Zinsgewinne wird direkt von den Banken an die Finanzbehörden abgeführt. Damit sind alle steuerlichen Verpflichtungen aus den Zinsgewinnen abgegolten und es kommt nicht zu einer weiteren steuerlichen Veranlagung im Rahmen der Einkommenssteuer.

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