Familienkasse

Die Familienkasse führt den Familienleistungsausgleich durch

Auf der Basis des Einkommensteuergesetzes ist die Familienkasse für die Durchführung des Familienleistungsausgleichs zuständig und zahlt Kindergeld, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind.

Familienkasse: Bindung an fachliche Weisungen

Die Familienkasse gehört zu den deutschen Bundesfinanzbehörden, die im Bereich öffentlicher Dienst die Bundesagenturen für Arbeit ergänzen. Aktuell gibt es in Deutschland mehr als 8.400 Familienkassen, die dezentral organisiert und bei öffentlichen Arbeitgebern integriert sind. Die Landesfamilienkassenverordnung regelt, dass Kommunen die Aufgaben der Versorgungskassen an die Familienkasse übertragen können. Diese wird über die Fachaufsicht der Bundesfinanzverwaltung als Referat des Bundeszentralamtes für Steuern überwacht.

Im Mittelpunkt der Familienkassen steht das Kindergeld, das als bedeutendste finanzielle Leistung des Staates an Familien ausgezahlt wird, die einen Wohnsitz in der Bundesrepublik nachweisen können. Hier werden Anträge entgegen genommen und bearbeitet. Darüber hinaus werden Antragsteller über den Kindergeldzuschlag informiert, der zusätzlich zum klassischen Kindergeld beantragt werden kann. Bei den Kassen sind neben Informationen und Merkblättern auch alle Antragsvordrucke erhältlich. Grundsätzlich sind die Sachbearbeiter, wenn sie Kindergeld nach dem Bundeskindergeldgesetz gewähren, an die Weisungen des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gebunden.

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Familienkasse: Kindergeldzuschlag zum Kindergeld beantragen

Nicht nur Anträge für das herkömmliche Kindergeld werden bei der Familienkasse bearbeitet, sondern auch die Berechnung des Kinderzuschlags, die im Bundeskindergeldgesetz geregelt ist. Zu den Anspruchsberechtigten gehören Eltern und Alleinerziehende, die noch unverheiratete Kinder, die sich noch in der Erstausbildung befinden, in ihrem Haushalt beherbergen. Ein Kinderzuschlag wird dann gewährt, wenn die Kinder kindergeldberechtigt sind und die monatlichen Einkünfte der Eltern eine bestimmte Höchstgrenze nicht überschreiten.

Geleistet wird der Zuschlag von der Familienkasse auch dann, wenn der Bedarf einer Familie durch den Kinderzuschlag gedeckt wird und daher ein Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld entfällt. Aktuell beträgt die Einkommensgrenze für Eltern 900 Euro und für alleinerziehende Elternteile 600 Euro. Der Anspruch auf einen Kinderzuschlag besteht nur dann, wenn die monatlichen Einkünfte die Mindesteinkommensgrenze erreichen. Diese richtet sich nach dem Bedarf im Sinne des Arbeitslosengeldes II wie dem Anteil an den Wohnkosten und der Höhe des Gesamtkinderzuschlags.

Familienkasse: Ansprüche werden geprüft

Wer Kindergeld beziehen will, muss bei der zuständigen Familienkasse auch eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. Grundsätzlich besteht für jedes Kind ein Kindergeldanspruch von der Geburt bis zur Vollendung seines 18. Lebensjahres. Werden bestimmte Kriterien erfüllt, kann Kindergeld auch über diese Altersgrenze hinaus gezahlt werden. Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres wird Kindergeld immer dann gezahlt, wenn sich das Kind in einer Berufsausbildung oder einem Studium befindet. Darunter fallen auch alle Ausbildungswege, die Fähigkeiten zum Ausüben des späteren Berufes vermitteln. Ebenfalls fallen Besuche von allgemeinbildenden Schulen, betriebliche Ausbildungen wie auch eine weiterführende Ausbildung für den späteren Beruf darunter.

Bei der Familienkasse kann auch ein entsprechender Antrag auf Kindergeld gestellt werden, wenn das Kind trotz großer Bemühungen keinen Ausbildungsplatz findet. Jedoch müssen diese auch anhand von Bewerbungen oder Kontaktaufnahmen zu potenziellen Arbeitgebern nachgewiesen werden. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, läuft Gefahr, bereits gezahlte Leistungen zurück erstatten zu müssen.

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