Familienförderung

Familienförderung: finanzielle Unterstützung für Familien

Mit vielen Milliarden Euro unterstützt der Staat jährlich verschiedene Maßnahmen zur Familienförderung. Welche finanzielle Unterstützung steht jungen Familien aber tatsächlich zu?

Familienförderung und Familienpolitik

Mit dem Begriff Familienförderung werden verschiedene staatliche Maßnahmen zusammengefasst, die besonders Familien zugutekommen sollen. Auch in der Öffentlichkeit wird die Förderung von Familien sehr häufig diskutiert: Zu den populärsten Themen gehören hier die sinkenden Geburtenraten und fehlende Kita-Plätze. Alle Maßnahmen haben dabei zum Ziel, die Rahmenbedingungen für Familien zu verbessern. Hierzu hat die Bundesregierung einen ganzen Katalog unterschiedlicher Maßnahmen aufgelegt, die alle auf eine familienbezogene Förderung ausgerichtet sind.

Die in der Presse häufig diskutierte Familienförderung lässt sich auch in Zahlen ausdrücken: 200 Milliarden Euro fließen jährlich in die verschiedensten Maßnahmen. Insgesamt gibt es 156 Einzelmaßnahmen des Familienministeriums für familienbezogene Förderprojekte. Zu den bekanntesten Fördermaßnahmen für Familien gehören Ehegattensplitting und Kindergeld. Trotz umfangreicher Geldmittel für Familien steht die aktuelle Familienförderung jedoch in der Kritik und die Geburtenraten bleiben niedrig. Auch junge Mütter haben es nach wie vor schwer auf dem Arbeitsmarkt.

Trotz kritischer Stimmen in Bezug auf die Förderung von Familien profitieren Eltern mit Kind jedoch von zahlreichen staatlichen Maßnahmen, die Singlehaushalten nicht offen stehen – zum Beispiel der kostenlosen Mitversicherung von Familienangehören in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Private Rentenversicherungen Vergleich anfordern

Familienförderung: Elterngeld und Kindergeld

Zu den bekanntesten Maßnahmen zur Familienförderung gehört das Kindergeld. Es wird für Kinder bis zum 18. Lebensjahr an die Erziehungsberechtigten ausgezahlt. Eine Inanspruchnahme von Kindergeld ist bis zum 25. Lebensjahr möglich, wenn sich das Kind bis dahin noch in einer Berufsausbildung oder in einem Studium befindet. Das monatliche Kindergeld hat eine Höhe von 184,- Euro für das erste und auch das zweite Kind. Es muss bei der zuständigen Familienkasse beantragt werden. Als Steuervergütung erreicht das Kindergeld dabei eine Freistellung des Kindes vom Existenzminimum (Kinderfreibetrag).

Auch das Elterngeld gehört zum Katalog der staatlichen Maßnahmen zur Familienförderung. Die staatliche Transferzahlung erstreckt sich auf insgesamt 12 bis maximal 14 Monate, wenn die Partnermonate mit in Anspruch genommen werden. Als Entgeltersatzleistung wird das Elterngeld einkommensabhängig berechnet und auf Basis des vorherigen Nettoeinkommens ermittelt. Der Anspruch auf Elterngeld kann dabei von beiden Elternteilen wahrgenommen werden. Nach Ablauf des 12- bis 14-monatigen Elterngeldes erhält der Elternteil, der sich für die Kindererziehung bis zum dritten Lebensjahr eine Auszeit vom Job nehmen kann, kein anschließendes Elterngeld oder vergleichbare Leistungen mehr. In der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt jedoch eine kostenlose Mitversicherung.

Weitere Maßnahmen zur Familienförderung

Das Elterngeld und das Kindergeld zählen zu den bekanntesten von insgesamt 156 Einzelmaßnahmen zur Familienförderung. Zu den weiteren Maßnahmen gehören das Splittingverfahren für Ehegatten, BAföG, die Elternzeit und der Kündigungsschutz für werdende Mütter. Auch auf kommunaler Ebene werden zahlreiche Bemühungen unternommen, um die Rahmenbedingungen für Familien zu verbessern – beispielsweise der viel diskutierte Kita-Ausbau.

Der Ausbau von Kitas ist ein Bestandteil des 10-Punkte-Plans zur Kindertagesbetreuung der Bundesregierung. Dieser Plan umfasst vor allem die Schaffung von Kita-Plätzen für Kinder unter drei Jahren, deren Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz geltend machen können. Trotzdem fehlen nach Schätzungen noch rund 200.000 Plätze, um für alle Kinder einen Kita-Platz anbieten zu können. Ein Mangel an Kita-Plätzen besteht dabei vor allem in Großstädten, die in den letzten Jahren einen Bevölkerungszuwachs erfahren haben und jetzt keine Kita-Plätze in ausreichender Anzahl bereitstellen können. Der Grund für den Mangel an Kita-Plätzen: Noch 2007 ging man davon aus, dass der Bedarf für einen solchen Betreuungsplatz bei lediglich 35 Prozent liegt. Heute möchten aber viele Mütter eher in ihren Job zurückkehren und sind daher auf einen Betreuungsplatz angewiesen.

Weitere Artikel