Express-Zertifikate
Alles Wichtige über Express-Zertifikate
Express-Zertifikate können für den Anleger eine attraktive Form der Geldanlage sein. Mit diesen können Sie in den sogenannten Seitenmärkten mit einem begrenzten Risiko eine gute Rendite erzielen. Wir erklären Ihnen, wieso das geht!
Kurzdarstellung Express-Zertifikate
Express-Zertifikate können auf den sogenannten Seitenmärkten eine hohe Rendite erzielen. Ihnen liegt immer ein bestimmter Basiswert zu Grunde und der Wert zu Beginn der Laufzeit wird als Nominalwert bezeichnet. Die Laufzeit von Express-Zertifikaten kann frei festgelegt werden. Neben der maximalen Laufzeit gibt es bei dieser Anlageform auch Perioden. Je nach Zertifikat kann eine Periode ein Jahr oder ein Quartal betragen. Das Periodenende wird dabei als Stichtag bezeichnet. Zu diesem Tag wird dann immer der jeweilige Basiswert betrachtet. In Abhängigkeit der Entwicklung des Basiswerts sind drei Szenarien möglich.
Im ersten Fall liegt der Basiswert am Stichtag unter dem Nominalwert und die Gesamtlaufzeit ist noch nicht beendet. In einer solchen Situation geschieht nichts, eine Auszahlung des investierten Kapitals ist nicht möglich, und das eingezahlte Geld bleibt mindestens bis zum nächsten Stichtag gebunden.
Anders verhält es sich, wenn der Basiswert über dem Nominalwert liegt. Unabhängig von der Laufzeit erfolgt eine Auszahlung des investierten Kapitals sowie eines Ertrages. Letzterer entspricht dabei nicht der Differenz zwischen Basiswert und Nominalwert, sondern der vorab vereinbarten Höhe. Die Anlage ist beendet. Falls der Basiswert unter dem Nominalwert liegt und das Periodenende dem Laufzeitende entspricht, erhält der Anleger sein investiertes Kapital bzw. Teile davon ausgezahlt. Die Höhe der Auszahlung ist von der Höhe der Verluste abhängig.
Express-Zertifikate – Vor- und Nachteile
Die meisten Anbieter bieten ihren Kunden bei Verlusten am Ende der Laufzeit einen sogenannten Risikopuffer an. Jeglicher Verlust, der diesen Puffer nicht übersteigt, führt zu einer vollen Auszahlung des Nominalbetrags. Hingegen bewirken Verluste, die über diesen Betrag hinausgehen, dass der Anleger nur den Basiswert ausgezahlt bekommt. Somit schützt der Risikopuffer den Inhaber eines Express Zertifikates bei einer Negativentwicklung des Basiswertes in einem gewissen Umfang vor Verlusten. Dies ist ein großer Vorteil dieser Geldanlage. Ein weiterer Vorteil dieser Kapitalanlage liegt in den hohen Renditemöglichkeiten auch in Seitwärtsmärkten sowie der Chance der vorzeitigen Kapitalrückzahlung. Durch die zuvor festgelegt prozentuale Ertragsbeteiligung können Anleger bereits bei einer geringen Steigerung des Basiswertes hohe Renditen erreichen.
Bei der Unterschreitung der zuvor festgelegten Sicherheitsschwelle greift dieser Sicherheitsmechanismus nicht mehr, der Anleger ist dann mit 100 Prozent an den Verlusten beteiligt. Dies ist jedoch nicht der einzige Nachteil, den Express-Zertifikate aufweisen. Nachteilig zu erwähnen ist ebenfalls, dass jegliche Betrachtung des Basiswertes nur zum Stichtag erfolgt. Hohe Gewinne innerhalb der Periode werden außer Acht gelassen, und ein vorzeitiger Verkauf ist nicht möglich. Ebenso ist festzustellen, dass es sich bei dem Express-Zertifikat um eine feste Anlageform handelt und es sich damit nicht für Anleger mit einem geringen finanziellen Spielraum eignet.
Express-Zertifikate – ein Zahlenbeispiel
Für das Verständnis der oben erläuterten Szenarien erfolgt hier eine Beispielrechnung für Express Zertifikate:
Eckdaten:
- Express-Zertifikat
- Laufzeit 4 Jahre
- Periode: 1 Jahr
- Risikopuffer: 40 Prozent (entspricht 80 €)
- Nominalwert: 200€
- Ertrag: jährlich 10 Prozent
Wenn am Stichtag der Basiswert 250 € beträgt, bekommt der Anleger 220 € ausgezahlt. Dies entspricht dem Kapital sowie einem Ertrag von 10 Prozent. Die Laufzeit ist somit beendet. Falls der Basiswert bspw. bei 180 €, also unter dem Nominalwert liegt, erfolgt eine erneute Betrachtung zum nächsten Stichtag. Diese Betrachtungsweise setzt sich für Verluste bis zum Ende der Laufzeit fort.
Bei äquivalenten Zahlen erfolgt in Periode 2 eine Auszahlung in Höhe von 240 €, da der Anleger einen Ertrag von 20 Prozent erhält.
In Periode 3 entspricht der Ertrag 60 €, somit werden dem Anleger 260 € gutgeschrieben.
In Periode 4 erfolgt unabhängig vom Basiswert eine Auszahlung. Bei Gewinnen beträgt sie 280 €. Bei Verlusten innerhalb der Pufferzone bspw. bei einem Basiswert von 180 € erhält der Anleger den Nominalwert in Höhe von 200 €. Hingegen werden Verluste außerhalb der Sicherheitsschwelle voll geltend gemacht, bei einem Basiswert von 100 € bekommt der Anleger nur diesen Betrag gutgeschrieben.
Weitere Informationen
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