Erwerbsunfähigkeitsrente

Überblick zur Erwerbsunfähigkeitsrente

Gesetzlich Versicherte können bei Eintreten einer Erwerbsunfähigkeit in der Regel eine Erwerbsunfähigkeitsrente erhalten. Sie sollten sich jedoch aufgrund der geringen Leistungen zusätzlich privat absichern.

Gibt es eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit?

Mit Eintritt der Rentenreform im Jahr 2001 gibt es den Begriff der Rente wegen Erwerbsunfähigkeit für neu hinzukommende Rentner nicht mehr. Lediglich der Personenkreis, der bereits vor Inkrafttreten der Neuregelung eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit erhalten hat, bezieht diese auch weiter.

Definition von Erwerbsunfähigkeit: Was ist das?

In der gesetzlichen Rentenversicherung existiert der Begriff seit 2001 nicht mehr, sondern es wird von Erwerbsminderung (teilweise oder volle) gesprochen (§ 43 SGB VI). In der gesetzlichen Unfallversicherung bedeutet Erwerbsunfähigkeit, dass ein Versicherter seine Arbeitskraft als Folge eines Unfalls nicht mehr voll einbringen kann. Die Erwerbsfähigkeit kann gemindert oder vollständig verloren sein.

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Antrag und Antragstellung bei Erwerbsunfähigkeitsrente

Die Erwerbsunfähigkeitsrente, seit dem Jahr 2001 wird diese Rente offiziell als Erwerbsminderungsrente bezeichnet, ist eine Leistung, die gesetzlich Versicherte bei einer eingeschränkten Erwerbsfähigkeit beziehen können.

Dabei gilt jedoch zu beachten, dass für den Bezug dieser Rente verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein müssen. So ist es zum Beispiel notwendig, dass der Versicherte die allgemeine Wartezeit eingehalten hat. Dieses Kriterium gilt in der Regel als erfüllt, wenn der Versicherte innerhalb der letzten 5 Jahre mindestens 36 Monate Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung abgeführt hat.

Zudem ist es für den Bezug der Erwerbsminderungsrente auch notwendig, dass bei dem Versicherten eine Erwerbsminderung vorliegt. Diese ist nach deutscher Rechtsprechung dann gegeben, wenn ein Versicherter aufgrund einer physischen oder psychischen Erkrankung nur noch weniger als drei beziehungsweise sechs Stunden am Tag arbeiten kann.

Sollte dies der Fall sein, besteht für den Versicherten die Möglichkeit, eine Rente aufgrund einer vollen beziehungsweise teilweisen Erwerbsminderung zu beziehen.

Der Berufsschutz bei der Erwerbsunfähigkeitsrente

Wie sich bereits aus dem Begriff Erwerbsunfähigkeitsrente ableiten lässt, ist die Erwerbsfähigkeit das Entscheidungskriterium für einen Rentenanspruch. Dies bedeutet für den Versicherten, dass es bei dieser Rentenart grundsätzlich keinen Berufsschutz gibt. Ausnahmen hiervon gelten jedoch für ältere Versicherte. Diese können nämlich, falls sie die allgemeine Wartezeit erfüllt und vor dem 2. Januar 1961 geboren sind, von einem Berufsschutz profitieren und dadurch auch im Fall der Berufsunfähigkeit eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. Die Rentenhöhe entspricht dabei der Höhe der teilweisen Erwerbsminderungsrente.

Allerdings ist die Höhe der gesetzlichen Erwerbsunfähigkeitsrente so gering, unabhängig davon, ob es sich dabei um die volle oder teilweise Erwerbsminderungsrente handelt, dass eine Versorgungslücke besteht. Aus diesem Grund sollten sich alle Personen für den Fall der Erwerbs- beziehungsweise Berufsunfähigkeit zusätzlich durch eine private Versicherung absichern. Nur durch eine zusätzliche private Absicherung besteht die Möglichkeit, diese Versorgungslücke zu schließen.

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Alternativen zur gesetzlichen Arbeitsunfähigkeitsrente

Wie bereits erwähnt, fällt die Höhe der gesetzlichen Erwerbsunfähigkeitsrente sehr gering aus, sodass diese Rente ausschließlich der Absicherung eines Mindeststandards dient. Aus diesem Grund empfiehlt es sich für alle Person, für den Fall der Erwerbsunfähigkeit privat Vorsorge zu treffen. Hierfür bietet sich beispielsweise der Abschluss einer privaten Erwerbsunfähigkeitsversicherung an. Der Nachteil dieser Versicherung besteht jedoch darin, dass auch bei dieser Versicherung kein Berufsschutz vorgesehen ist.

Dieser Faktor stellt gerade unter Berücksichtigung der Verweisbarkeit auf eine schlechter bezahlte Tätigkeit einen großen Nachteil dieser Versicherung dar. Aus diesem Grund empfehlen fast alle Experten ausschließlich den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Bei dieser Versicherung besteht nämlich grundsätzlich ein Berufsschutz. Die ist ein wesentlicher Vorteil zur gesetzlichen Versicherung. Zudem ist diese private Versicherung im Gegensatz zur gesetzlichen Versicherung nicht an eine Wartezeit gebunden. Dadurch besteht auch für junge Menschen bereits die Möglichkeit, sich umfangreich für den Fall der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit abzusichern.