Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Beschreibung und Grundgedanke

Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in soll eine Neuregelung der staatlichen Energieversorgung der Bundesrepublik Deutschland erreicht werden. Folgende Aufgaben stehen im Mittelpunkt des Erneuerbare-Energien-Gesetzes: Es wurde verabschiedet, um vor allem die erneuerbaren Energien zu stärken. Diese sollen in Zukunft einen großen Anteil der staatlichen Energieversorgung produzieren.

Darüber hinaus sollen fossile Ressourcen der Energiegewinnung ebenso geschont werden wie die Umwelt. Zudem sollen die Kosten der Energiegewinnung und damit die Kosten des Verbrauchers verringert werden. In anderern Worten: Die deutsche Energieversorgung soll insgesamt umweltfreundlicher und kostengünstiger werden und sich mehr auf die Nutzung von erneuerbaren Energien konzentrieren. In seiner neuesten Fassung wurde das EEG im Oktober 2008 verabschiedet.

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Was regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz?

Ehrgeiziges Ziel des Gesetzgebers war und ist, dank dieses Gesetzes den Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Energieversorgung Deutschlands deutlich zu erhöhen. Im Gesetzestext wird hierzu ein Anteil von mindestens 30 Prozent genannt, der bis zum Jahr 2020 mindestens erreicht werden und danach noch kontinuierlich weiter steigen soll.

Die Netzbetreiber werden im Rahmen des Gesetzes verpflichtet, den aus erneuerbaren Energien gewonnenen Strom vorrangig zu behandeln und ihn ins Netz einzuspeisen.

Welche Vorteile bietet das EEG?

Den Architekten des Gesetzes ging es um mehrere Vorteile:

  1. Durch die Umstellung auf einen deutlich höheren Anteil an erneuerbaren Energien soll die Umwelt geschont werden. Im Vergleich zu beispielsweise Kohlekraftwerken, die eine große Menge an Treibhausgasen produzieren, arbeiten alternative Energiequellen, die beispielsweise Sonnen-, Wasser- oder Windenenergie deutlich sauberer und dementsprechend umweltfreundlicher.
  2. Vor allem vor dem Hintergrund der Debatte um den Atomausstieg besitzt das Gesetz einige Vorteile. Die Gegner der Atomkraft heben immer wieder deren mögliches Gefahrenpotential hervor; zudem kostet der Bau und der Unterhalt von Lagerstellen für Atommüll sehr viel Geld. Erneuerbare Energiequellen besitzen solche Nachteile nicht: Sie können absolut gefahrlos gewonnen werden.
  3. Mit diesem Argument einher geht die Begründung, dass die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen ressourcenschonender ist als die konventionelle Energiegewinnung. Erneuerbare Energien stehen unbegrenzt zur Verfügung und müssen nicht erst in einem aufwändigen und/oder teuren Prozess gefördert werden, wie es beispielsweise bei Kohle der Fall ist.
  4. Kostenersparnis und mehr Autonomie stehen ebenfalls auf der Liste der Vorteile des EEG: Da Deutschland mehr auf erneuerbare energien setzen würde, wäre es nicht mehr so sehr von den Rohstofflieferungen aus dem Ausland abhängig. Erneuerbare Energien sind überall vorhanden und können daher lokal in Strom umgewandelt werden.
  5. Aus den genannten Punkten ergibt sich ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil: Anlagen zur Nutzung und Umwandlung von erneuerbaren Energiequellen in Strom müssen zunächst erforscht, gebaut, installiert, gewartet und schließlich optimiert werden, um eine möglichst effiziente Energiegewinnung zu ermöglichen. All diese Punkte haben das Potential, Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen. Zudem besitzt Deutschland die Fähigkeiten und die Kompetenz, bei der Entwicklung von Anlagen zur Nutzung erneuerbaren Energiequellen eine Vorreiterrolle auf dem internationalen Markt einzunehmen - somit ließen sich Fabrikate und Anlagen aus Deutschland in andere Länder verkaufen, was hohe Einnahmen verspricht.

Was sind die Nachteile des EEG?

Doch es darf nicht verschwiegen werden, dass sich durch das EEG auch einige Nachteile ergeben haben:

  1. Die Kosten für den Bau und Unterhalt von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen sind hoch und dementsprechend ein Nachteil. Wenn den Energieunternehmen erhöhte Kosten entstehen, so werden diese in letzter Konsequenz auf den Endverbraucher übertragen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Energiepreise in den letzten Jahren deutlich erhöht wurden und somit die Einzelhaushalte deutlich mehr für ihren Energieverbrauch ausgeben.
  2. Die als positiv aufgefassten Arbeitsmarkteffekte des EEG können sich als Boomerang für andere Branchen herausstellen. Wenn in der Erforschung und im Bau erneuerbarer Energie-Anlagen neue Arbeitsplätze entstehen, so gehen gleichzeitig in der konventionellen Energienbranche Arbeitsplätze verloren, da diese nach und nach durch erneuerbare Energiequellen ersetzt werden.
  3. Noch ist die Bundesrepublik Deutschland weit davon entfernt, die im Gesetz angestrebten Ziele auch wirklich zu erreichen. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Energieproduktion wird momentan vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit auf ungefähr 15 Prozent beziffert - es steht also zu befürchten, dass das Ziel, diesen Wert bis 2020 zu verdoppeln, nicht erreicht werden kann.

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