Wettbewerbsvorteil: Oettinger befürwortet Fusion von RWE und E.on

10.01.12

Der EU-Kommissar Günther Oettinger macht sich stark für eine Fusion der Energieriesen RWE und E.on. Oettinger befürchtet, dass die Unternehmen im globalen Wettbewerb ihren Marktanteil verlieren könnten. Schließlich müssen die deutschen Firmen mit Exxon, Chevron oder Gazprom konkurrieren.

Günther Oettinger vertritt die Ansicht, dass die deutschen Energieriesen RWE und E.on im globalen Vergleich lediglich in der Regionalliga spielen. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, müsse Deutschland einen Global Player ins Rennen schicken. Dieser könnte sich aus der Fusion von RWE und E.on rekrutieren. Deutsche Firmen müssten schließlich mit Weltunternehmen, wie Exxon, Chevron oder Gazprom konkurrieren.

Vor dem Hintergrund der Energiewende müssen Deutschlands Atomkonzerne Verluste einkalkulieren. Wies der Konzern E.on im Jahr 2010 noch einen Gewinn von 6,3 Milliarden Euro aus, muss er für 2011 mit Einbrüchen rechnen. Experten prognostizieren einen Verlust in Höhe von einer Milliarde Euro. Das Unternehmen kündigte bereits einen Stellenabbau von 11.000 Arbeitsplätzen an. Auch EnBW und RWE sprachen bereits von Einbußen im personellen Bereich. 

Oettinger kann sich zudem mehr Wachstum und Stärke auch mittels Kooperationen aus Kommunen und Stadtwerken vorstellen. Der EU-Kommissar macht sich nicht für den Bau neuer Atomkraftwerke stark und möchte ihn auch nicht fördern. Oettinger sprach sich klar dafür aus, Großkonzerne bezüglich ihrer Stromrechnungen zu entlasten, um eine potentielle Abwanderung zu verhindern.

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