Einkommensnachweis

Keine Finanzierung ohne Einkommensnachweis

Der Einkommensnachweis gibt Auskunft über die finanziellen Verhältnisse einer Person und wird für einige Vertragsabschlüsse benötigt.

Einkommensnachweis als Voraussetzung für den Vertragsabschluss

Ein Einkommensnachweis ist ein Nachweis, mit der eine Person die Höhe ihrer Einkünfte belegen kann. Deshalb ist ein solcher Nachweis eine Entscheidungsgrundlage für viele Verträge. Er gibt Auskunft über die finanzielle Belastbarkeit einer Person.

Allein ist der Nachweis jedoch nur bedingt aussagekräftig, da die Bonität einer Person nicht nur von der Höhe der Einkünfte, sondern auch von den finanziellen Verpflichtungen abhängig ist. Aus diesem Grund werden im Rahmen einer Bonitätsprüfung sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben einer Person betrachtet. Nur wenn die Einnahmen die Ausgaben übersteigen, liegt eine Bonität vor.

Sollte diese Voraussetzung erfüllt sein, kann eine Person eine langfristige finanzielle Verpflichtung aufnehmen. Aus diesem Grund überprüfen zum Beispiel Banken und Vermieter die Einkommenssituation der anderen Vertragsparteien vor Vertragsabschluss. Deshalb ist die Vorlage von einem Einkommensnachweis in der Regel in folgenden Situationen notwendig:

  • Abschluss eines Mietvertrages,
  • Beantragung eines Bankkredites,
  • Beantragung eines Handelskredites,
  • Beantragung einer Kreditkarte.
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Der Einkommensnachweis für Arbeitnehmer

Für Arbeitnehmer ist es sehr leicht, ihr Einkommen nachzuweisen. Ein Einkommensnachweis ist zum Beispiel mithilfe des Arbeitsvertrags, der Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers oder der Gehaltsabrechnungen möglich.

In der Praxis sind Arbeitsverträge als Einkommensnachweis wenig beliebt. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass viele Angaben in Arbeitsverträgen nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind. Zudem werden eventuell anfallende Zuschläge und Prämien im angegebenen Lohn nicht berücksichtigt. Deshalb spiegelt dieses Dokument die finanzielle Leistungsfähigkeit einer Person nur bedingt wider.

Anders verhält es sich hingegen bei den Verdienstbescheinigungen der Arbeitgeber. Die Verdienstbescheinigungen enthalten genaue Angaben zum Verdienst des Arbeitnehmers, haben jedoch den Nachteil, dass der Arbeitgeber von einem geplanten Vertragsabschluss erfährt oder ihn zumindest erahnen kann. Aus diesem Grund fordern die meisten Banken und Vermieter in der Regel keine Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers. Ihnen genügt es zumeist, wenn sie eine Kopie der letzten 3 Gehaltsabrechnungen in Kombination mit einem Nachweis des Geldeingangs auf dem Girokonto erhalten.

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Der Einkommensnachweis für weitere Personen

Der Einkommensnachweis für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit ist für Arbeitnehmer mithilfe der Gehaltsabrechnungen möglich. Andere Personen wie zum Beispiel Rentner und Arbeitslose können ihr Einkommen durch einen Renten- oder Arbeitslosengeldbescheid nachweisen. Für Selbstständige besteht durch die BWA und durch die Einnahmen-Überschuss-Rechnung die Möglichkeit ihr Einkommen zu belegen. Zudem können sie ihre Einkünfte aus dem Gewerbebetrieb beziehungsweise der selbstständigen Arbeit auch durch den Steuerbescheid dokumentieren.

Der Steuerbescheid als Einkommensnachweis eignet sich auch dann, wenn eine Person Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielt, da auch diese Einkünfte in der Steuererklärung erfasst werden. Allerdings beziehen sich diese Angaben im Steuerbescheid immer auf Werte aus der Vergangenheit. Aus diesem Grund kann es unter Umständen notwendig sein, dass bei einem geplanten Vertragsabschluss die Kopien von bestehenden Mietverträgen als Nachweis beigefügt werden müssen.

Zumeist werden von Banken und Vermietern, falls ein Antragssteller Einkünfte aus verschiedenen Einkunftsarten erzielt, verschiedene Nachweise gefordert, die die vergangene und die aktuelle Einkommenssituation widerspiegelt.

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