Durchschnittsgehalt

Durchschnittsgehalt: Einkommen im Vergleich

Das Durchschnittsgehalt gibt an, wie viel deutsche Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt verdienen. Zu den Fakten zählt, dass Frauen weniger verdienen als Männer und im Westen die Gehälter höher sind als im Osten. Aktuelle Zahlen zu Brutto- und Nettoeinkommen im Durchschnitt sowie branchen- und regionaltypische Entwicklungen in der Übersicht.

So zählen z.B. die Gehälter in Baden-Württemberg und Hessen zu den höchsten in Deutschland, während Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt am unteren Ende der Gehaltsskala liegen. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Vergleich der Einkommenshöhen in den Landeshauptstädten. In München und Stuttgart fällt der Verdienst ca. 20 Prozent höher als im bundesdeutschen Schnitt aus. In Schwerin und Magdeburg müssten sich die Beschäftigten dagegen mit etwa einem Viertel weniger Gehalt im Vergleich zum Bindeschnitt begnügen.

Thema Durchschnittsgehalt: Gehälter in Zahlen

Während in anderen Ländern das Einkommen offen kommuniziert wird, halten sich die Deutschen in dieser Frage gern bedeckt. Über Geld spricht man nicht – und zwar je weniger, desto mehr man verdient. Trotz dieser allgemeinen Zugeknöpftheit zum Thema Gehalt werden die alljährlichen Einkommensstatistiken und Gehaltsreporte immer wieder gern diskutiert. Zu den allgemeinen Größen dieser Auswertungen gehört das sogenannte Durchschnittsgehalt, das jedoch selbstredend starke Abweichungen nach oben und unten mit sich bringt.

Als Durchschnittsgehalt wird das durchschnittliche Bruttogehalt deutscher Arbeitnehmer im Jahresmittel bezeichnet. In den letzten Jahren ist das durchschnittliche Gehalt immer weiter gestiegen und liegt heute bei 41.000,- Euro brutto. Viele Arbeitnehmer erreichen diese Gehaltsschwelle jedoch bei Weitem nicht, während andere deutlich mehr verdienen. Wer mit rund 41.000 Euro zu den Durchschnittsverdienern zählt, hat jeden Monat etwa 2.000,- Euro netto in der Tasche und kommt übers Jahr gerechnet auf 24.000,- Euro netto.

Das durchschnittliche Bruttoentgelt aller gesetzlich Versicherten stellt die Bundesregierung jedes Jahr fest. Es ist eine wichtige Kennzahl zur Ermittlung der gesetzlichen Rente. Wer ein Gehalt in Höhe des Durchschnittsentgelts verdient, erhält einen Rentenpunkt. Die Durchschnittsentgelte der letzten Jahre:

  • 2015 - 34.999 Euro
  • 2014 - 34.857 Euro
  • 2013 - 34.071 Euro
  • 2012 - 33.002 Euro
  • 2011 - 32.100 Euro
  • 2010 - 31.144 Euro

Durchschnittslohn im Jahr 2013

Die Reallöhne der Beschäftigten in Deutschland sind durch Lohnzuwächse und die geringe Inflation Anfang 2014 um 1,35 Prozent gestiegen. Im letzten Jahr verzeichnete das Statistische Bundesamt sogar ein Minus, weil die Preissteigerungen den Lohnanstieg überkompensiert haben.

Im Durchschnitt über alle Erwerbstätigen (Voll- und Teilzeitbeschäftigte) lag der Durchschnittsbruttolohn bei 19,65 Euro. Im Durchschnittslohn werden keine geringfügig Beschäftigten und keine Sonderzahlungen berücksichtigt. Die durchschnittlichen Stundenlöhne je Bundesland im Überblick:

  • Hamburg: 22,12 Euro
  • Hessen: 21,65 Euro
  • Baden-Württemberg: 21,23 Euro
  • Bayern: 20,60 Euro
  • Bremen: 20,60 Euro
  • Nordrhein-Westfalen: 20,54 Euro
  • Rheinland-Pfalz: 19,77 Euro
  • Saarland: 19,36 Euro
  • Niedersachsen: 18,82 Euro
  • Berlin: 18,71 Euro
  • Schleswig-Holstein: 18,17 Euro
  • Brandenburg: 15,84 Euro
  • Sachsen: 15,38 Euro
  • Sachsen-Anhalt: 15,09 Euro
  • Mecklenburg-Vorpommern: 15,02 Euro
  • Thüringen: 15,02 Euro

Quelle: Verdiensterhebung vom Statistischen Bundesamt (destatis.de) für 40.500 Betriebe im produzierenden und Dienstleistungsgewerbe.

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Durchschnittliche Bruttomonatsverdienste

Folgende Bruttomonatsgehäter erzielten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Deutschland:

  • 2014: 3.527 Euro
  • 2013: 3.449 Euro
  • 2012: 3.391 Euro
  • 2011: 3.311 Euro
  • 2010: 3.227 Euro
  • 2009: 3.141 Euro
  • 2000: 2.551 Euro
  • 1995: 2.281 Euro

Zu beachten ist, dass es zwischen Frauen und Männern einen Gehaltsunterschied gibt. Dieser liegt nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes bei 22 Prozent, d.h. Frauen verdienen im Schnitt rund ein Fünftel weniger als die männlichen Kollegen. Auch zwischen den Beschäftigten in den östlichen und westlichen Bundesländern gibt es Gehaltsunterschiede. Bei den Bruttomonatsverdiensten handelt es sich um Gehälter im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich ohne Sonderzahlungen.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Durchschnittliches Brutto- und Nettoeinkommen in Deutschland

Aus den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ergibt sich, dass im Jahr 2011 das Nettoeinkommen der privaten Haushalte im Schnitt bei 2.988 Euro im Monat lag. Während in den westlichen Bundesländern der Durchschnittswert 3.144 Euro betrug, lag das Nettogehalt in Ostdeutschland im Schnitt bei 2.424 Euro.

Bei den Bruttogehältern zeigt sich ein Gehaltsunterschied zwischen Ost und West. Über Gesamtdeutschland lag der Schnitt im Jahr 2011 bei 3.871 Euro monatlich. Im Westen konnten private Haushalte Einkünfte von brutto 4.090 Euro erzielen, während in den ostdeutschen Bundesländern 3.080 Euro erreicht wurden.

Zu beachten ist, dass in das Haushaltsbruttoeinkommen nicht nur Einkommen aus Erwerbstätigkeit einfließt, sondern auch Einnahmen aus Vermögen sowie Transferleistungen des Staates (z.B. Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, Pensionen, Kindergeld, Arbeitslosengeld).

Durchschnittsgehalt und durchschnittliches Einkommen

Das Durchschnittsgehalt und das Durchschnittseinkommen sind zwei unterschiedliche Größen. Das allgemeine Durchschnittsgehalt setzt sich aus dem gesamten Bruttoeinkommen zusammen, während das Durchschnittseinkommen als Nettobetrag angegeben wird. Je Haushalt gemessen liegt das Durchschnittseinkommen bei etwa 2.700,- Euro monatlich. In vielen Haushalten leben mehrere Erwerbstätige. Zur freien Verfügung bleiben am Ende etwa 1.300,- Euro übrig. Dieser Wert ergibt sich nach Abzug der Ausgaben für Lebensmittel und Miete.

Experten gehen davon aus, dass sich die Gehälter in den Folgejahren weiterhin positiv entwickeln und damit kontinuierlich ansteigen. Trotz allgemein steigender Löhne konnten die deutschen Arbeitnehmer ihr Nettoeinkommen in den letzten Jahren jedoch nicht steigern. Das bedeutet: Man verdient laut Lohnzettel zwar mehr, hat netto teilweise aber weniger in der Tasche. Dieses real verfügbare Einkommen sinkt sogar – besonders bei Arbeitnehmern mit ohnehin niedrigerem Einkommen. Zu dieser Entwicklung hat unter anderem das Wachstum in der Zeitarbeitsbranche beigetragen.

Durchschnittsgehalt: Starke Unterschiede in Deutschland

Wenn ein Durchschnittsgehalt von mindestens 40.000,- Euro angeführt wird, finden Branchenunterschiede und regionale Einkommensunterschiede dabei keine Beachtung. Tendenziell werden in Deutschland die höchsten Gehälter in wirtschaftlich florierenden Großstädten wie Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München gezahlt. In anderen Städten wie Cottbus oder Schwerin verdienen die Arbeitnehmer hingegen deutlich weniger. Die Gehalts-Schere klafft weiterhin zwischen Ost- und Westgehältern sowie den Einkommen im Norden und Süden. Im Norden sticht lediglich Hamburg mit überdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten heraus.

Häufig werden Gehaltsunterschiede auch durch unterschiedliche Tarifverträge begünstigt, die von Bundesland zu Bundesland abweichen. Statistisch gesehen verdienen Arbeitnehmer aller Branchen jedoch im Süden Deutschlands am besten.

In vielen Berufen können Arbeitnehmer von einem Durchschnittsgehalt von 40.000,- Euro nur träumen. Das gilt insbesondere für Berufe im Friseurhandwerk, Köche oder Gebäudereiniger. Trotz dreijähriger Berufsausbildung kommen beispielsweise Friseurinnen mit Tariflohn in manchen Bundesländern monatlich oft nur auf 900,- Euro und zwar brutto.

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