Zahl der Bafög-Empfänger auf Rekordniveau

23.07.12

Aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs und der Abschaffung der Wehrpflicht im vergangenen Jahr, kletterte die Zahl der Bafög-Empfänger auf eine Rekordniveau. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhielten im Jahr 2011 963.000 Studenten Bafög. Das sind 47.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs und der Abschaffung der Wehrpflicht im vergangenen Jahr, kletterte die Zahl der Bafög-Empfänger auf eine Rekordniveau. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhielten im Jahr 2011 963.000 Studenten Bafög. Das sind 47.000 mehr als ein Jahr zuvor. Im abgelaufenen Jahr gewährte der Staat Bafög in Höhe von mehr als 3 Milliarden Euro.

Insgesamt erhalten mehr Studenten als Schüler die staatlichen Zuschüsse, welche sich zu 50 Prozent als zinsloses Darlehen verstehen und nach Beendigung von Schule oder Universität zurückgezahlt werden müssen. Derzeit erhält ein Student in der Bundesrepublik 452 Euro an staatlicher Förderung. Die Höhe des Bafögs richtet sich unter anderem nach der Einkommenssituation der Eltern. Grüne und SPD fordern die Anhebung der Fördersätze und Elternfreibeträge. Die letzte Erhöhung im Jahr 2010 brachte den Empfängern lediglich Geld für eine Kinokarte. Die Länder, welche 35 Prozent der staatlichen Förderung tragen, wenden sich gegen eine Anhebung der Bafög-Sätze.

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) trat am 1. September 1971 in Kraft. Die Väter des Bafögs verfolgten mit der staatlichen Ausbildungsförderung das Ziel, jungen Menschen eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen. Die Entscheidung für oder gegen ein Studium bzw. einen Schulbesuch sollte nicht aufgrund der zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln getroffen werden. Mit Hilfe der staatlichen Unterstützung sollen alle lernwilligen jungen Menschen die Möglichkeit erhalten, unabhängig von Herkunft, sozialer und wirtschaftlicher Situation eine Ausbildung zu absolvieren, die ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht.

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