Deutscher Haushalt steht mit 2.042 Billionen Euro in der Kreide
Bund, Länder und Kommunen häufen mittlerweile einen Schuldenstand in Höhe von 2.042 Billionen Euro an. Das entspricht 2,1 Prozent oder 42,3 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit kletterten die Schulden im ersten Quartal auf Rekordniveau.
Bund, Länder und Kommunen häufen mittlerweile einen Schuldenstand in Höhe von 2.042 Billionen Euro an. Das entspricht 2,1 Prozent oder 42,3 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit kletterten die Schulden im ersten Quartal auf Rekordniveau. Bundesfinanzminister Schäuble plant für das Jahr 2016 jedoch einen Überschuss und einen Haushalt ohne neue Schulden.
Deutschland knackte erstmalig die Zwei-Billionen-Schuldengrenze im Jahr 2010. Der Bund verfügt über Extrahaushalte, zu denen der Finanzmarktstabilisierungsfonds zur Bankenrettung und die Investitions- und Tilgungsfonds zählen, die die Höhe der Schulden empfindlich tangieren. Die Last des Bundes beträgt aktuell 1.286 Milliarden Euro. Der Schuldenstand der Länder befindet sich bei 622,7 Milliarden Euro. Der Schuldenberg der Gemeinden wuchs prozentual am stärksten und liegt derzeit bei 133,1 Milliarden Euro.
Der Staat macht Schulden, obwohl die Staatseinnahmen aufgrund der sinkenden Arbeitslosigkeit und der florierenden Wirtschaft stiegen. Die Runde der Steuerschätzer ermittelte, dass Bund, Länder und Gemeinden im laufenden Jahr etwa 600 Milliarden Euro einnehmen werden. Das übertrifft die ursprünglichen Erwartungen um rund 4,6 Milliarden Euro. Bundesfinanzminister Schäuble plant jedoch für dieses Jahr eine Neuverschuldung in Höhe von 32 Milliarden Euro.