Dachfonds
Möglichkeiten einer risikoarmen Kapitalanlage nutzen
Chancen von Dachfonds nutzen
Der Kapitalanleger hat die Möglichkeit, über Direktanlagen in Aktien, Anleihen oder Immobilien ein breit diversifiziertes Depot anzulegen. Doch können weitaus größere Chancen genutzt werden, wenn man sich für einen systematischen Mix aus unterschiedlichen Investmentfonds entscheidet. Dachfonds bündeln diese Kriterien, wobei der individuelle Anlageschwerpunkt auf dem Kauf anderer Investmentfonds liegt.
Ein professionelles Fondsmanagement beteiligt sich an bereits vorhandenen Fonds. Dabei wird gemäß der individuellen Anlagestrategie eines Dachfonds festgelegt, welche Fonds für Beteiligungen gewählt werden. Bis zu höchstens 20 Prozent vom gesamten Vermögen des Fonds dürfen in andere Investmentfonds angelegt werden, um die Risiken zu begrenzen.
Der Fondsmanager entscheidet, bis zu welcher Höhe Anteile in Immobilien-, Aktien-, Renten- oder Geldmarktfonds investiert werden. Die Anlagestrategien unterscheiden sich in drei Klassen, die auf unterschiedliche Anlagetypen zugeschnitten sind: dynamisch, flexible oder konservative Variante. Das Fondsmanagement legt fest, ob ein kleiner, ein ausgewogener oder ein hoher Aktienanteil aufgenommen wird.
Grundsätzlich gilt: je höher der Anteil an Aktien ausfällt desto höher können auch Erträge ausfallen und gleichzeitig die Risiken steigen. Erhebliche Unterschiede gibt es auch bei den Anlagestrategien innerhalb des Segments der Aktienfonds. Eine eher ausgewogene Risikostruktur wird von einigen Dachfonds angestrebt, nämlich das Fondskapital auf verschiedene Zielfonds zu verteilen. Mit weitaus größeren Verlustrisiken sind andere Dachfonds ausgestattet, die nur in fünf Zielfonds anlegen, die hochspekulativ arbeiten.
Dachfonds verbinden breites Spektrum an Anlagemöglichkeiten
Die Anlagemöglichkeiten von Investmentfonds sind unterschiedlicher Natur. Wer sich nicht an eine einzelne Direktanlage binden will, entscheidet sich für Dachfonds. Selbst der Kleinanleger bekommt mit dieser Anlagevariante die Chance, sich an einer standardisierten Vermögensverwaltung zu beteiligen. Eine realistische Selbsteinschätzung bezüglich des eigenen Risikoprofils ist erforderlich, bevor man sich für einen speziellen Dachfonds entscheidet.
Nicht einzig und allein die Auswahl der Fonds wird vom Fondsmanagement übernommen, sondern auch das Umschichten in ertragreichere Anlagen. Dabei ist von besonderer Bedeutung, in welche Branchen, Regionen und Länder angelegt wird. Der einzelne Investor profitiert von einem Schutz der besonderen Art, denn das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen kontrolliert die Kapitalanlagegesellschaften. Dachfonds bieten darüber hinaus auch den Vorteil, dass durch das gezielte Umschichten der Anlagen innerhalb des Fonds Zwischengewinne erzielt werden können, die nicht einer Spekulationssteuer unterliegen.
Auf diese Weise kann der einzelne Anleger davon profitieren, dass die Kapitalanlagegesellschaft das Geld von Kleinanlegern so investieren kann, wie es dem Einzelnen nicht möglich wäre. Zu den weiteren Vorteilen der Dachfonds zählt, dass Fonds, die wenigstens 60 Prozent über Aktien angelegt sind, mit attraktiven vermögenswirksamen Leistungen gefördert werden. Wer davon profitieren will, muss als Voraussetzung dafür bestimmte Einkommensgrenzen einhalten; nur so kann er in den Genuss von vermögenswirksamen Leistungen (vL) kommen.
Wo findet man den "passenden" Dachfonds?
Das Anlageziel sollte bekannt sein, bevor man sich auf die Suche nach einem Dachfonds macht. Der sicherheitsorientierte Anleger sollte sich einen rentenlastigen Fonds suchen, der mit den Begriffen "konservativ" oder "defensiv" ausgestattet ist. Wer sich nicht sicher ist, muss gezielt nach den individuellen Anlagestrategien fragen.
Doch bleibt immer noch die Beantwortung der Frage, wo man den besten Fonds kaufen kann. Herkömmliche Investmentfonds können unter anderem günstig im Internet erworben werden und spezielle Datenbanken helfen dem Suchenden oft weiter. Nicht ganz so einfach sind Dachfonds zu bewerten, weil sie oftmals nicht so kategorisiert werden können wie herkömmliche Fonds.
Eingehende Recherchen sind erforderlich, und wer einen erhöhten Beratungsbedarf hat, kann sich auch bei seiner Hausbank erkundigen. Grundsätzlich gilt, dass diese Anlageform wie auch andere Vermögensverwaltungsprodukte von einem breiten Investmentspektrum profitieren.
Die Abgeltungssteuer, die seit Jahresbeginn 2009 gilt, legt fest, dass Investoren auf Kapitalerträge wie Zinsen und Dividenden 25 Prozent Abgeltungsteuer zahlen müssen. Hinzu gerechnet werden der Solidaritätszuschlag wie auch die Kirchensteuer. Für ab 2009 erworbene Fondsanteile gilt, dass die Abgeltungssteuer auch für Kursgewinne greift. Sie muss für Gewinne gezahlt werden, die über dem Sparerpauschbetrag liegen. Banken führen die Abgeltungssteuer direkt an den Fiskus ab, wobei lediglich Umschichtungen innerhalb des Fonds steuerlich unangetastet bleiben.
Weitere Informationen
- AS-Fonds(vorheriger Artikel)
- Exchange-traded fund (ETF)(nächster Artikel)
Grundsätzlich stellen Dachfonds ein gut gemischtes Portfolio aus Renten, Aktien, Geldmarkttiteln und Immobilien dar. Das Risikoprofil des Kapitalanlegers entscheidet über die Gewichtung der Anteile an Aktien, um an einer standardisierten Vermögensverwaltung teilzunehmen. Die wesentlichen Informationen mit Vor- und Nachteilen zu dieser Anlagegattung habern wir für Sie zusammengestellt.