Bildungssparen

Mit dem Bildungssparen zum Uni-Abschluss

Bildungssparen bietet eine gute Möglichkeit, um finanzielle Mittel für Studium und andere Ausbildungsformen anzusparen und diese anschließend zu finanzieren. Auch Nebenkosten können damit finanziert werden.

Was versteht man unter Bildungssparen?

Bildungssparen ist eine Sparform, die an einen bestimmten Zweck gebunden ist. Das Ersparte soll dafür verwendet werden, um während der Ausbildungsphase den Lebensunterhalt zu finanzieren und um während der Ausbildungszeit liquide zu sein. Für das Bildungssparen besteht die Möglichkeit, eine staatliche Subvention in Form einer Sparzulage in Anspruch zu nehmen. Es kann entweder für die Erstausbildung oder auch für eine Weiterbildung verwendet werden. Als Sparform für die Erstausbildung wird das Geld für das Studium benötigt. Es wird bereits in der Kindheit mit dem Sparen begonnen, wobei nicht nur die Eltern, sondern auch andere Verwandte und Freunde für die Zukunft des Nachwuchses sparen können.

Das angesparte Geld kann dann während der Studienzeit für die Lebenshaltungskosten oder die Studiengebühren verwendet werden. Plant man eine persönliche Weiterbildung, kann man ebenso in Form des Bildungssparens für die finanzielle Sicherheit sorgen. Das meistens selbst angesparte Geld steht für die eigene Weiterbildung zur Verfügung. Damit lassen sich Teilnahmeentgelte abdecken, aber auch auswärtige Übernachtungen, Kinderbetreuungs- oder Essenskosten außerhalb des Wohnortes können damit finanziert werden. Bei jeder Form des Bildungssparens erfolgt das Ansparen von Geld über einen längeren Zeitraum.

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Bildungssparen – Pro und Kontra

Das Bildungssparen ist für viele eine hilfreiche Sparvariante, um dem Nachwuchs eine optimale Ausbildung zu ermöglichen oder eine eigene Weiterbildung zu bewerkstelligen. Wenngleich viele Vorteile damit verbunden werden, gibt es auch Nachteile. Ein wichtiger Kritikpunkt des Bildungssparens liegt darin, dass nur Personen oder Eltern mit einem gewissen Einkommen oder Vermögen die Möglichkeit haben, diese Sparform in Anspruch zu nehmen. Weniger betuchte Eltern können nicht ansparen, wodurch ihren Kindern später häufig die Möglichkeit des Studiums verwehrt bleibt. Ein weiterer Kritikpunkt beim Bildungssparen bezieht sich darauf, dass diese Sparform mit der kapitalgedeckten Altersvorsorge konkurriert, da diese bereits eine Sparmöglichkeit für später darstellt. Daher wird vermehrt von einem Erwachsenen-BAföG gesprochen, wodurch auch Studierende ohne diese Sparvariante die Möglichkeit haben, ein Studium in Angriff zu nehmen.

Für Personengruppen, die die finanziellen Mittel für diese Sparform besitzen, bietet sie den Vorteil, dass die Aus- oder Weiterbildung in späteren Jahren oder das Studium des Nachwuchses problemlos finanziert werden kann. Dadurch wird ein Studium ermöglicht, ohne sich stets den Kopf über das finanzielle Auskommen zerbrechen zu müssen. Diese Sparform dient speziell der Bildungsfinanzierung.

Bausparen als Bildungssparen

Das Bausparen ist eine lange bekannte Sparform, die aufgrund der hohen Zinsen und der staatlichen Prämie zu den beliebtesten Sparvarianten zählt. Nun besteht die Möglichkeit, das Bausparen als Bildungssparen zu verwenden. Bislang war das Bausparguthaben nur für Baumaßnahmen ein Startkapital für das Bauspardarlehen. Durch die Erweiterung des bewährten Modells des Bausparens auf Bildungs- und Pflegemaßnahmen kann dieses nun auch für die Ausbildung verwendet werden. Anstelle von Ausgaben für den Hausbau oder –kauf kann das aufgenommene Bauspardarlehen auch für die Berufsausbildung, die berufliche Weiterbildung oder alle Kosten ausgegeben werden, die im Zusammenhang mit der Ausbildung stehen.

So können die Ausgaben für die Berufsausbildung ebenso abgedeckt werden wie jene für die berufliche Weiterbildung. Zu den durch das Bildungssparen gedeckten Nebenkosten zählen zum Beispiel die Fahrt- oder Unterkunftskosten, die für die Ausbildung aufgewandt werden. Ein Vorteil des Bausparens gegenüber dem reinen Bildungssparen liegt darin, dass das Sparguthaben inklusive der staatlichen Prämie jederzeit zur Verfügung steht, auch dann, wenn das Geld für die Aus- oder Weiterbildung vor dem Vertragsablauf benötigt wird.

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