Berufsunfähigkeitsversicherung Beitrag

Wovon hängt der Beitrag der BU-Versicherung ab?

Der Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl. Gewählt werden sollte die BU-Versicherung, bei der ein optimales Verhältnis zwischen Beitrag und Bedingungen vorliegt. Doch von welchen Kriterien hängt der Beitrag zur BU-Versicherung ab?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Personenversicherung. Insofern sind die persönlichen Merkmale des Versicherungsnehmers für den Beitrag entscheidend, aber auch die Vertragsgestaltung der BU-Versicherung.

Welche persönlichen Merkmale bestimmen den Beitrag?

Zu den persönlichen Merkmalen bei der BU-Versicherung zählen:

  • Eintrittsalter,
  • Geschlecht,
  • Beruf,
  • Hobbys und
  • Gesundheitszustand.

Grundsätzlich gilt: Je früher ein BU-Vertrag abgeschlossen wird, desto geringer ist der monatliche Beitrag. Dadurch, dass das Risiko berufsunfähig zu werden, mit dem Alter steigt, verlangen die Versicherungsgesellschaften für ältere Interessenten höhere Versicherungsprämien.

Das Risiko, berufsunfähig zu werden, hängt ganz entscheidend vom ausgeübten Beruf ab. Wer einen körperlich anstrengenden Beruf ausübt, muss einen höheren Beitrag zahlen. Kaufmännische Angestellte zahlen demgegenüber einen geringeren Beitrag. Bei der Beitragskalkulation wird lediglich der bei Antragstellung ausgeübte Beruf zugrunde gelegt. Verschlechtert sich das Risiko, kann die Versicherung keinen höheren Beitrag verlangen.

Riskante Hobbys erhöhen das Berufsunfähigkeitsrisiko. Daher zahlen z.B. Bergsteiger oder Gleitschirmflieger einen höheren BU-Beitrag. Bei Extremsportarten können die Versicherer den Antrag sogar ablehnen. Allerdings werden nur Hobbys berücksichtigt, die bei Antragstellung ausgeübt werden. Sämtliche Hobbys, die nach Versicherungsbeginn aufgenommen werden, sind ohne Zuschlag versichert.

Gesunde Menschen ehalten den BU-Vertrag ohne Einschränkungen. Wer jedoch über risikoerhebliche Vorerkrankungen verfügt (z.B. Rückenleiden oder Asthma), muss einen höheren Beitrag zahlen oder sogar einen Leistungsauschluss für die betreffende Erkrankung in Kauf nehmen. Der Gesundheitszustand wird bei Antragstellung abgefragt.

Daher ist es ratsam, die BU-Versicherung in jungen Jahren abzuschließen. Nicht nur der Beitrag ist geringer, sondern auch der Gesundheitszustand im Regelfall besser.

Tarifmerkmale mit Auswirkung auf den BU-Beitrag

Zusätzlich zu den persönlichen Merkmalen haben auch Tarifmerkmale eine Auswirkung auf den Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

  • Dynamik der BU-Rente,
  • Überschussbeteiligung,
  • Pauschal- oder Staffelregelung
  • Karenzzeiten.

Jede Berufsunfähigkeitsversicherung sollte mit einer Dynamik abgeschlossen werden. Denn durch die Geldentwertung sind 1.000 Euro heute in 30 Jahren nur noch die Hälfte wert. Dabei kann man eine Beitrags- und Leistungsdynamik gleich bei Vertragsschluss vereinbaren. Dadurch erhöhen sich Beitrag und Leistung um einen vorher festgelegten Prozentsatz.

Doch auch die BU-Rente im Leistungsfall wird dynamisiert. Teilweise bieten die Versicherer sogar eine garantierte Dynamik der BU-Rente im Leistungsfall an. Grundsätzlich gilt: Je höher die Dynamik ist, desto höher ist auch der Beitrag.

Mit der sogenannten Nachversicherungsgarantie hat man die Möglichkeit, bei Vorliegen bestimmter Lebensumstände (z.B. Heirat, Geburt eines Kindes) die BU-Versicherung ohne Gesundheitsprüfung zu erhöhen.  

Berufsunfähigkeit VergleichJe nach Überschussbeteiligung des Versicherers, kann auch der BU-Beitrag variieren. Grundsätzlich verlangen die Versicherer einen geringeren Nettobeitrag von den Versicherten. Je nach Gewinnlage des Unternehmens können diese Beiträge nach oben angepasst werden - bis maximal zum Bruttobeitrag.

Grundsätzlich vereinbart man die Pauschalregelung. Dies bedeutet, dass der Versicherer die volle BU-Rente zahlt, wenn der Versicherungsnehmer in seinem Beruf zu 50 Prozent seiner Arbeitszeit oder mehr berufsunfähig ist. Es gibt jedoch auch Versicherer, die Staffelregelungen anbieten.

Mit Vereinbarung einer Karenzzeit wird die BU-Rente nicht sofort ab Eintritt der Berufsunfähigkeit, sondern erst nach einer Wartezeit erbracht. Da die Versicherungsgesellschaft nicht sofort Leistungen erbringen muss, sind die Prämien bei einer Vereinbarung einer Karenzzeit geringer. Grundsätzlich ist die Vereinbarung einer Karenzzeit nicht zu empfehlen, um im BU-Fall nicht in finanzielle Nöte zu geraten.

So ärgerlich es für den Einzelnen auch sein mag: Im Zweifel sollten sie lieber einen höheren Berufsunfähigkeit Beitrag zahlen oder einen Ausschluss akzeptieren, als gar keinen Schutz bei Berufsunfähigkeit zu haben.

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