Beleihungswert
Sicherheiten erleichtern die Aufnahme von Fremdmitteln
Beleihungswert basiert auf unterschiedlichen Bewertungskriterien
Wer für eine Investition in Wohneigentum ein Darlehen benötigt, muss Sicherheiten vorweisen können. Banken wollen sich vor Ausfallrisiken schützen, wenn ein Baukredit nicht mehr bedient werden kann. Der Beleihungswert einer Immobilie wird als Bewertungskriterium hinzugezogen, der auf die Konditionen Einfluss nimmt. Er wird unter Berücksichtigung des Ertragswertes, des Bodenwertes, des Bauwertes und des Verkehrswertes berechnet. Der Beleihungswert soll über die Laufzeit des Darlehens eine ausreichend Sicherheit gewährleisten.
Einige Geldgeber setzten fest, dass dieser Wert weder den Verkehrswert noch die Herstellungskosten einer Immobilie übersteigen soll. Als verwertbare Sicherheit setzen Geldgeber in der Regel eine Beleihungsgrenze fest, die in Prozent angegeben wird und bei Grundstücken zwischen 70 und 90 Prozent angesetzt wird. In diesem Zusammenhang nimmt auch der Beleihungsauslauf einen besonderen Stellenwert ein. Hiermit ist die Summe aller Werte aus Fremdfinanzierungen im Vergleich zu Beleihungswerten ausgedrückt. Grundsätzlich gilt: je höher der Wert, desto besser die Kreditkonditionen.
Beleihungswert hat große Bedeutung
Eine Baufinanzierung basiert auf einzelnen Bausteinen, die zusammen genommen die Kosten für einen Baukredit definieren. Den günstigsten Bauzins bekommt derjenige, der für eine Bank die geringsten Risiken darstellt. Muss Fremdkapital aufgenommen werden, ermitteln Geldgeber nicht nur die Qualität der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Darlehensnehmers, sondern wollen sich auch im Vorfeld vor Ausfallrisiken schützen, wenn die monatlichen Belastungsraten nicht mehr bedient werden können. Der Beleihungswert ist immer ein bedeutendes Kriterium, wenn es um eine Darlehensvergabe geht. Meist beleihen Banken und andere Geldgeber eine Immobilie bis höchstens 60 Prozent vom aktuellen Verkehrswert. Gegen einen Zinsaufschlag kann der Antragsteller auch eine höhere Beleihung bei seiner Bank beantragen. Bis zu einer Höhe von 80 Prozent beleihen meist Bausparkassen eine Immobilie, sodass sich ein eingehender Vergleich von unterschiedlichen Angeboten immer lohnt. Der Beleihungswert ist im Grunde nichts anderes als der Verkehrswert einer Immobilie, bei dem Sicherheitsabschläge berücksichtigt werden.
Hoher Beleihungswert sichert gute Zinskonditionen
In Zeiten harter Konkurrenzkämpfe, auch unter Banken, lohnt es sich, die Vertragsbedingungen und Darlehenskonditionen genauer zu prüfen und miteinander zu vergleichen. Der Beleihungswert einer Immobilie nimmt für alle Geldgeber einen hohen Stellenwert ein und wird zunächst ermittelt. In diesem Zusammenhang wird auch die Bezeichnung 1-Hypothek genannt, die im Grundbuch der jeweiligen Stadt über ein erstrangiges Grundpfandrecht gesichert wird. Zwingt ein finanzieller Engpass den Immobilienbesitzer zum Verkauf seiner Immobilie, wird zunächst die Bank vom Erlös bedient, die an erster Stelle eingetragen ist. Darlehen dieser Art sind mit einem günstigen Zinssatz ausgestattet. Als Verkehrswert wird meist der Marktwert einer Immobilie akzeptiert, der aktuell erzielt werden kann. Grundsätzlich beinhaltet der Beleihungswert den Verkehrswert, doch wird immer ein Risikoabschlag berücksichtigt. Dieser Sicherheitsabschlag ist nicht fest definiert, sodass Banken unterschiedliche Konditionen vergeben. Eine bedeutende Rolle bei der Höhe des Risikoabschlags kann auch das Alter der Immobilie spielen. In der Regel werden 10 bis 20 Prozent als Abschlag berechnet, die der Darlehenssicherheit dienen soll.
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